| Hauptseite | Kontakt | Impressum | Presse-Echo | Plattensammeln | Webshop | Partner

Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor

Weitere eBooks

Bielefelder Kataloge - Nummer 1 der internationalen Plattformen für Klassische Musik mit bibliographischem Aufbau

News

27

26

25

24

23

22

21

20

19

18

17

16

15

14

13

12

11

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1


Daniela Koch, Flöte - Werke für Flöte und Klavier: Reinecke: „Undine“-Sonate op. 167 - Prokofiev: Sonate D-Dur op. 94 - Enescu: Cantabile et Presto - Hindemith: Sonate (1936) - Dohnányi: Aria op. 48,1 - Daniela Koch, Flöte - Oliver Triendl, Klavier

Die junge Flötistin Daniela Koch wurde vom Konzerthaus und Musikverein Wien als „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation nominiert. Mit 16 Jahren begann sie ihr Studium am Mozarteum in Salzburg bei Michael Martin Kofler. Nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Wettbewerbserfolge, darunter die Wettbewerbe in Kobe (2009) und der ARD-Wettbewerb in München (2010) konnte sie sich schnell international einen Namen machen. Sie ist regelmäßig bei großen Festivals zu Gast, konzertierte bereits in vielen großen Konzerthäusern Europas, ging auf Tournee in die USA, nach Kanada und Japan. Seit April 2011 ist Daniela Koch Soloflötistin der Bamberger Symphoniker. Auf dieser, ihrer zweiten CD, widmet sie sich zusammen mit dem bekannten Pianisten Oliver Triendl dem großen europäischen Flötenrepertoire vom späten 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Indésens INDE074, Preiscode: CE, VÖ: 6.5.2015, 3760039839763

fantasia italiana - per clarinetto e piano - Domenico Mirco: Fantasia sopra motivi dell‘opera Mosè (Rossini) - Iwan Müller: Fantasie „Di piacer mi balza il cor“ (Rossini) / Fantasie „Ecco ridente in cielo“ (Rossini) - Donato Lovreglio: Fantasia da Concerto „La Traviata“ (Verdi) Giacomo - Setaccioli: Sonata in Es op. 31 - Rolf Weber, Klarinette - Kazue Tsuzuki, Klavier

Nach dem großen Erfolg seiner CD-Einspielung „Romantische Raritäten für Klarinette und Klavier“, amb 97879 widmete sich der Klarinettist Rolf Weber nun Transkriptionen berühmter Opernmelodien. Auf Grund seiner langjährigen Erfahrung im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München war er fasziniert von den kammermusikalischen Übertragungen ausgewählter Arien Rossinis und Verdis in den Fantasien von Domenico Mirco und Iwan Müller und begeistert von dem Streifzug durch die Oper La Traviata bei Donato Lovreglio, wo Motive der ganzen Oper höchst virtuos in der Fantasio da Concerto zusammengefasst wurden. Blasinstrumente, und im Besonderen die Klarinette, sind in idealer Weise geeignet den feinfühligen Ausdruck der menschlichen Stimme wiederzugeben, oder gar zu veredeln. Mit diesen Fantasien und zusammen mit der Sonate in Es von Giacomo Setaccioli (inspiriert durch das Gedicht „Sole e amore“ von Giosuè Carducci), die schon deutlich impressionistische Anklänge erkennen lässt, gelingt es dem Duo Weber/Tsuzuki verborgene und selten zu hörende Schätze zu heben. In den drei Sätzen der Sonate, überschrieben mit „Nachmittag“, „Abendlied“ und „Morgendämmerung“ werden Stimmungen tonmalerisch nachempfunden: spiegelndes Sonnenlicht auf der Wasseroberfläche, leichter duftender Wind, tanzende Abendfeen, sanftes Wellenrauschen, die Kraft des Morgens und des aufsteigenden neuen Tages, Trost und Hoffnung spendend, im wahrsten Sinne „fantasia italiana“.

Ambitus AMB96955, Preiscode: CE, VÖ: 6.5.2015, 4011392969550

Ténor tenore! - Arien aus Opern von Puccini, Donizetti, Verdi, Adam, Gounod, Bizet, Massenet - Yinjia Gong, Tenor - Lahti Symphonieorchester, Markus Lehtinen

Der Mythos des modernen Operntenors wurde in Paris am 17.4.1837 geboren, als in einer Aufführung von Rossinis „Guillaume Tell“ Gilbert Duprez erstmals ein hohes C sang. Begeisterte Reaktion des Publikums war die Folge, und seitdem erfreuen sich alle Tenöre, die diese Höhe erreichen, einer großen Verehrung der Musikliebhaber. Von Caruso über die drei Tenöre bis zu Gigli, Björling und Bergonzi. Den jungen Yinjia Gong führte 2008 seine Begeisterung für die großen schwedischen Tenöre Jussi Björling und Nicolai Gedda nach Schweden. 2011 wurde er zu einem Galakonzert zu Ehren des 100. Geburtstags von Jussi Björling im Opernhaus eingeladen – neben Größen wie Jonas Kaufmann und Charles Castronovo. Er sang Puccinis „Nessun dorma“, das auch auf dieser SACD zu hören ist, und kommt im Lied des Postillions von Adolphe Adam sogar bis zum hohen D. Die Aufnahme lebt aber nicht nur von Gongs schwindelnden Höhen, denn sie ist auch eine Auswahl großer Arien aus der großen Opernzeit des 19. Jahrhunderts.

BIS BIS-SACD-2066, VÖ: 3.6.2015, 7318599920665

Ottorino Respighi - Metamorphoseon - Ballata delle Gnomidi - Belkis, Regina di Saba - Orchestre Philharmonique Royal de Liège, John Neschling

Neben Puccini ist Respighi der bestbekannte italienische Komponist der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aber sein Ruhm gründet sich fast ausschließlich auf seine „Römische Trilogie“. Die Popularität dieser drei Tondichtungen überschattet sein sonstiges umfangreiches Schaffen, darunter die drei hier eingespielten Werke. „Metamorphoseon“, 1930 zum fünfzigjährigen Bestehen der Boston Symphony geschrieben, ist eigentlich ein Konzert für Orchester mit einem Thema und 12 Variationen. Zehn Jahre früher entstand die „Ballata“, die streckenweise an Richard Strauss‘ „Salome“ erinnert, und die SACD schließt mit der 1934 komponierten Suite „Belkis“. Eigentlich ein „richtiges“ Ballett mit extrem groß und teils exotisch besetztem Orchester, aus dem Respighi eine „alltagstaugliche“ Orchestersuite extrahierte.

BIS BIS-SACD-2130, VÖ: 3.6.2015, 7318599921303

Johann Sebastian Bach - Kantaten: BWV 82 Ich habe genug - BWV 35 Geist und Seele wird verwirret - BWV 158 Der Friede sei mit dir - BWV 56 Ich will den Kreuzstab gerne tragen - Matthias Goerne, Bariton - Salzburger Bachchor Camerata Academica Salzburg, Sir Roger Norrington

Die Baß- und Baritonstimme nimmt in Bachs Kantatenschaffen einen besonderen Rang ein. In den großen Passionen repräsentiert der Baß die Vox Christi. Goerne gestaltet sehr überzeugend, mit abgeklärter Reife die Gesangspartien in drei Kantaten (von BWV 35 ist nur zweimal die Sinfonia zu hören). Unter den superb aufspielenden Orchestersolisten findet sich der Oboist Albrecht Mayer.

Eloquence ELQ4805771, VÖ: 10.6.2015, 0028948057719

Richard Strauss: Salome - Cassily, Dunn, Jones, Fischer-Dieskau, Ochman, Boese - Orchester der Hamburgischen Staatsoper, Karl Böhm

Was die live in der Hamburgischen Staatsoper am 4.11.1970 aufgenommene Einspielung besonders auszeichnet, ist der Umstand, dass mit Karl Böhm der letzte Dirigent am Pult stand, der noch von Strauss selbst in seine Werke eingeführt worden ist. Herausragend die solistische Besetzung mit Gwyneth Jones und Dietrich Fischer-Dieskau.

Eloquence ELQ4807210, (2 CD), VÖ: 10.6.2015, 0028948072101

Bach in Montecassino - Fantasien, Fugen, Duette, Choralvorspiele und liturgische Stücke aus dem „3. Theil der Clavierübung“ - uca Guglielmi, Orgel

In der Chiesa di San Nicolao in der stillen norditalienischen Stadt Alice Castello hat ein verstecktes Juwel die Zeiten überdauert: eine 1749 von Michele Ramasco gebaute Orgel (1999/2000 von Italo Marzi & Sons restauriert), ideal für Bachs Orgelmusik. Der renommierte Organist Luca Guglielmi spielt auf diesem Instrument (bei hervorragender Akustik in dieser Kirche) eine repräsentative Auswahl Bachscher Orgelwerke, wobei er sich bei der Zusammenstellung des Programms an Padre Martini und Friedrich Wilhelm Rust orientierte. Beide hatten sich Sammlungen mit Werken Bachs angelegt, die ihnen also als besonders wichtig erschienen waren. Und die sie sicher auch in dieser Zusammenstellung in der Abtei von Montecassino vorgetragen haben werden. Immerhin spielten beide eine besondere Rolle bei der Erstellung der ersten Ausgabe der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach.

Vivat VIVAT108, VÖ: 17.6.2015, 0797776006267

Suites Françaises - Francis Poulenc: Suite Française (1935) - Jean-Philippe Rameau: Premier Liver de Pièces de Clavecin (1706) - Claude Debussy: Suite bergamasque (1890/1905) - Darius Milhaud: Suite pour le Piano, op. 8 (1913) - Wolfgang Döberlein, Klavier

Eine musikalische Zeitreise: Die Form der Klaviersuite hat, als eine national unterschiedlichen Regeln folgende Aufeinanderfolge von Tanzsätzen oder Charakterstücken, ihren Ursprung im Wesentlichen in der Barockzeit. Komponisten wie Johann Seb. Bach, Georg Friedrich Händel, Domenico Scarlatti, François Couperin und Jean-Philipp Rameau haben hier Bedeutendes geschaffen. Besonders umfangreich ist die Liste französischer Komponisten, die in der Folgezeit die Form der Suite immer wieder aufgegriffen und in einem oder mehreren Werken weiterentwickelt, abgewandelt oder für sich neu definiert haben. Möglicherweise spiegelt sich hier eine typisch französische Mischung aus Traditionsbewusstsein und Innovationsgeist wieder. Stellvertretend zu nennen wären Camille Saint-Saens, Albert Roussel, Maurice Ravel, Jacques Ibert, Claude Debussy, Darius Milhaud und Francis Poulenc. Wolfgang Döberlein studierte am „Mozarteum“ in Salzburg (bei Alfons Kontarsky) und an der Musikhochschule in Würzburg (bei Peter Hollfelder und Kirsti Hjort), wo er auch die Meisterklasse bei András Hamary absolvierte. Döberlein ist Professor an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth. Bei MUSICAPHON sind bereits zwei vielbeachtete CD‘s mit ihm erschienen, die sich entlegenem Repertoire widmen: 2002 eine Zusammenstellung von Klaviermusik, die im Konzentrationslager Theresienstadt entstanden ist („Expression und Virtuosität“, M56850) und 2005 eine Gesamteinspielung des Klavierwerkes von Karl Amadeus Hartmann (M56856).

Musicaphon M56964, VÖ: 17.6.2015, 4012476569642

Ernö Dohnányi (1877-1960) - Klavierquintette: Quintett Nr. 1 c-Moll op. 1 - Quintett Nr. 2 es-Moll op. 26 - Shmuel Ashkenasi, Julien Zufferey, Violine - Nobuko Imai, Viola - Xavier Pignat, Cello - Trio Nota Bene - Lionel Monnet, Klavier

Dohnányi gab als Komponist zwar die traditionellen Verfahren und Möglichkeiten nicht auf, reizte sie aber manchmal geradezu parodistisch aus bis an die vorstellbaren Grenzen, insbesondere die Harmonik. Auch für die Zeit typischen folkloristischen Elemente finden sich in seinen Kompositionen. Doch ein Avantgardist im Schönbergschen Sinn war er nicht. Die beiden Klavierquintette gehören zu seinen bekanntesten Werken; sie sind an Schnittpunkten seines Schaffens entstanden: das erste bereits 1895 zur Zeit des Studiums, das zweite 1914 am Beginn des Ersten Weltkriegs. Beide Werke zeugen von einem ausgereiften Komponisten, der seine Herkunft als Pianist mit klangintensivem und virtuosem Einsatz „seines“ Instruments demonstriert.

Claves CLA50-1505, VÖ: 24.6.2015, 7619931150529

Fritz Brun (1878-1959) - Orchesterwerke vol. 7: Symphonie Nr. 2 B-Dur - Symphonischer Prolog für großes Orchester - Moskau Symphonieorchester, Adriano

1910 trafen sich Fritz Brun und Othmar Schoeck mehrmals in Bern, um die Stücke zu besprechen, an denen sie gerade arbeiteten. Das war bei Brun die zweite Symphonie, die er denn auch bei Vollendung im Januar 1911 seinem Freund Schoeck widmete. Anklänge an Brahms finden sich in dem viersätzigen Werk, und doch ist es stilistisch höchst eigenwillig. Es wird deutlich, dass Brun meisterhaft mit dem großen Orchester umzugehen versteht. Verglichen mit der eher grüblerischen ersten Symphonie strahlt die zweite durchaus Lebensfreude und Optimismus aus und entbehrt nicht gelegentlichen Ausbrüchen leidenschaftlicher Sehnsucht.

Guild GMCD7416, VÖ: 24.6.2015, 795754741629

Max Bruch - Werke für Violine und Orchester: Violinkonzert Nr. 2 d-Moll op. 44 - In Memoriam op. 65 - Konzertstück op. 84 - Ulf Wallin, Violine - Deutsches Symphonieorchester Berlin, Okko Kamu

Ulf Wallin hat sich lange Zeit auf Musik der Moderne und Gegenwart konzentriert. Erst spät entdeckte er die Romantik für sich. Auf dieser CD spannt er einen Bogen durch über 20 Jahre der langen Karriere des Max Bruch, beginnend mit dem 1877 geschriebenen zweiten Violinkonzert und endend mit dem Konzertstück, 1910 komponiert. Er selbst war Pianist, favorisierte aber dennoch die Violine, denn: „die Violine kann eine Melodie besser singen als das Klavier, und Melodie ist die Seele der Musik.“ 1866 hatte er sein erstes Violinkonzert geschrieben (für Joseph Joachim), und das wurde sofort zu einem großen Erfolg. Bis heute gehört es zu einem der beliebtesten Konzerte im Repertoire. Wahrscheinlich ist es auch das meistgespielte Werk dieses Komponisten. Als Bruch Pablo de Sarasate mit diesem ersten Konzert hörte, reifte in ihm der Entschluss, ein zweites für Sarasate zu schreiben. Und mit Blick auf den Widmungsträger stellt es musikalisch, klanglich und technisch höchste Anforderungen an den Solisten. Bruch selbst hielt das zweite Konzert für besser als alles, was er bis dahin für Violine geschrieben hatte. Auch Sarasate gefiel das zweite Konzert besser als das erste, und er hielt es für wesentlich schwieriger.

BIS BIS-SACD-2069, VÖ: 1.7.2015, 7318599920696

Heinrich Ignaz Franz von Biber - Die Rosenkranz-Sonaten - + Georg Muffat: Sonate in D - Ariadne Daskalakis, Barockvioline - Ensemble Vintage Köln

Bibers „Rosenkranz-Sonaten“ für Violine und Basso continuo sind in der Violinliteratur wie in der Musikgeschichte ohnegleichen. Der meisterhaft komponierte Zyklus präsentiert eine einzigartige Kombination aus programmatischem Material und Skordatur (abweichende Stimmung). Die aus 15 Sonaten und einer beschließenden Passacaglia bestehende Sammlung präsentierte Biber um 1687 seinem Arbeitgeber, dem Fürsterzbischof von Salzburg, im Manuskript. Das Titelblatt ist verloren gegangen, und so weiß man nicht, wie Biber selbst die Sammlung benannt hatte. Aber in der Widmung an Erzbischof Kuenburg schreibt er, dass er das ganze Werk „der Ehre der 15 heiligen Mysterien geweiht“ habe, „die Ihr so glühend fördert“. Auch Biber selbst war ein Befürworter dieser Rosenkranz-Andacht. Die erinnert an die 15 „Mysterien“; wichtige Stationen in der Geschichte der Jungfrau Maria und Jesu Christi. Daher der Name der Sammlung. Für jede der 15 Sonaten sieht Biber eine andere Stimmung vor, was eine Vielzahl von unterschiedlichen Klängen und Klangfarben ermöglicht. Das gut zweistündige Werk wird hier ergänzt durch die einzige Violinsonate Georg Muffats, der wie Biber in Diensten des Salzburger Fürsterzbischofs stand.

BIS BIS-SACD-2096, (2 SACD), VÖ: 1.7.2015, 7318599920962

Richard Wagner - Der fliegende Holländer - Metternich, Kupper, Windgassen, Greindl, Haefliger, Wagner RIAS Kammerchor RIAS-Symphonieorchester, Ferenc Fricsay

1948 war der junge ungarische Dirigent Ferenc Fricsay, der bei Bartók und Kodály studiert hatte, Chefdirigent des RIAS Symphonieorchesters, ab 1956 Radio Symphonieorchester, und der Deutschen Oper Berlin geworden. Fricsays Dirigierstil kann mit rhythmischer Kontrolle, Aufmerksamkeit für auch kleine Details und einem klaren Sinn für dramatische Entwicklung charakterisiert werden; Eigenschaften, die auch in dieser 1952 entstandenen Aufnahme gut zu hören sind. So treibt er die Handlung mit schnellen Tempi stets voran. Und es gelingt ihm, Solisten, Chor und Orchester in einer packenden Erzählung dieser dramatischen Geschichte so ineinander greifen zu lassen, dass dieser „Holländer“ sich von vielen anderen unterscheidet.

Australian Eloquence ELQ4807199, (2 CD), VÖ: 8.7.2015, 0028948071999

Carlo Gesualdo (1566-1613) - Madrigale - musica ficta, Bo Holten

Gesualdo war der extremste Madrigalkomponist überhaupt. Das beliebte italienische Genre entstand in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts als Fusion frivoler und einfacher populärer Lieder in einer dreiteiligen Form. Dazu kam polyphoner Satz durch den großen Einfluß franko-flämischer Komponisten. Das Madrigal gelangte zu ungeheurer Popularität; mehr als 10.000 Kompositionen sind bekannt. In der verwickelten Harmonik und in der Komplexität der Polyphonie auf die Spitze getrieben durch Fürst Gesualdo. Die Entwicklung seines Stils ist anhand der innerhalb von zehn Jahren entstandenen Madrigalen in dieser Lifeaufnahme gut nach zu vollziehen.

Danacord DACOCD760, VÖ: 8.7.2015, 5709499760000

Viktor Ullmann - „Schwer ist‘s, das Schöne zu lassen.“ Sämtliche Lieder für Sopran und Klavier - Irena Troupová, Sopran - Jan Dusek, Klavier

In einer überaus aufwendigen, liebevoll gemachten Edition werden hier sämtliche Lieder eines der bedeutendsten tschechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts vorgestellt. Seit 1918 hatte Ullmann das Privatseminar Arnold Schönbergs besucht. Zwei Jahre später wurde er Kapellmeister am Neuen deutschen Theater in Prag, an dem Schönbergs Schwager, Alexander Zemlinsky, als Operndirektor wirkte. Ab 1929 war er für zwei als Kapellmeister und Komponist der Bühnenmusik am Schauspielhaus in Zürich tätig. 1942 wurde er nach Theresienstadt verschleppt, wo er unter erbärmlichsten Umständen noch über 20 Kompositionen schuf. Im Oktober 1944 wurde er schließlich in Auschwitz ermordet. Lieder bilden einen wesentlichen Teil des Schaffens von Viktor Ullmann. Das Genre hat ihn sein ganzes künstlerisches Leben hindurch begleitet und intensiv beschäftigt. Textausdeutung betrachtete der auch literarisch sehr interessierte Komponisten als eine besondere Herausforderung, wobei er auch stets mit der Form spielt.

ArcoDiva UP0176, (2 CD), VÖ: 15.7.2015, 8594029811768

Robert Schumann - Der Rose Pilgerfahrt, op. 112 - Suter, Renaud, Boër, Häusermann, Cattin, Faendrich, Wagner, Gremmelspacher, Issa, Abadie, Mattmüller - Opera Obliqua Moutier - Orchestre Musique des Lumières, Facundo Agudin

Fünf Jahre vor seinem Tod stand Schumann auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Gerade hatte er mit großen Vorschusslorbeeren sein Amt als Musikdirektor in Düsseldorf angetreten. Zu dieser Zeit komponierte er ein Meisterwerk: „Der Rose Pilgerfahrt“. Es ist ein musikalisches Märchen in Form eines Liederzyklus‘: 24 Nummern in zwei Teilen, die sich auf ganz natürliche Weise verbinden. Schumanns Kollege Wagner fand die von Emil Flechsig bearbeitete Geschichte zu affektiert, obwohl sie alle romantischen Klischees erfüllt: sie enthält das Thema der Erlösung durch Liebe (ein für Wagner ja wichtiges Thema). Schumann aber glaubte in seiner Genialität an die dichterischen Bilder und schuf eine Musik, die ganz vom Text bestimmt ist, selbigen damit gleichzeitig adelt. Sie schöpft aus dem deutschen Volkslied ebenso wie aus Schumanns Affinität zum Werk Bachs und setzt Ensemble und Chor ideal in Szene (einschließlich eines meisterhaften Jäger-Chors). Das Werk ist leider nur recht selten auf den Konzertpodien vertreten. Das liegt natürlich nicht zuletzt am logistischen und finanziellen Aufwand, den die elf Solisten nebst großem Chor und Orchester mit sich bringen.

Doron DRC5044, VÖ: 15.7.2015, 7619924750446

Maurice André - Le Maître de la trompette - Trompetenkonzerte von Hummel, Michael und Joseph Haydn, Stölzel, Albinoni, Torelli, Vivaldi, Bach, Aboutounian, Tomasi und Jolivet - Maurice André, Trompete - Div. Orchester und Dirigenten

In den 1960er, auch noch den 1970er Jahren, war Maurice André der unangefochtene und allseits bewunderte „König der Trompete“. Über 40 Jahre insgesamt führte ihn seine beispiellose Karriere rund um den Globus. Insbesondere seine Interpretationen barocker Trompetenkonzerte, oft mit dem Kammerorchester Jean-François Paillard, prägten viele Musikliebhaber und eröffneten ihnen Zugänge zu barocker Musik. So ist er hier denn auch auf der ersten CD mit barocken Konzerten zu hören, die er auf der eigens für ihn von Selmer gebauten Piccolo-Trompete spielt. Auf CD 2 folgen dann Interpretationen des Konzerts von Joseph Haydn und des 2. Brandenburgischen Konzerts von Bach ebenso wie expressive Konzerte des 20. Jahrhunderts. Die Konzerte von Tomasi und Jolivet hatte er 1964 weltweit ersteingespielt. Ergänzend ist André auf INDE015 mit Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts zu hören.

Indésens INDE075, 2 CD zum Preis von 1), VÖ: 22.7.2015, 376003983977

Giuseppe Verdi - Messa da Requiem / Quattro Pezzi sacri / Sinfonien und Ouvertüren - Stadler, Dominguez, Carelli, Sardi - Chor der Hedwigskathedrale - RIAS Symphonieorchester, Ferenc Fricsay

Unter den zahlreichen Aufnahmen von Verdis Requiem ragt diese Liveeinspielung unter der Leitung von Ferenc Fricsay aus dem Jahr 1960 als sehr außergewöhnlich hervor. Kein Vergleich zu seiner Aufnahme aus dem Jahr 1953. In den dazwischen liegenden sieben Jahren hat der Dirigent seinen interpretatorischen Ansatz komplett über den Haufen geworfen, warum auch immer, und in der Neufassung kommt es zu einer interpretatorischen Sternstunde. – Die Aufnahme wird ergänzt durch Orchesteraufnahmen aus den Jahren 1952 und 1953.

Urania Widescreen WS121284, (2 CD), VÖ: 22.7.2015, 8051773572845

Johann Sebastian Bach: Orgelwerke - Toccata und Fuge in d - Pastorale in F - Partita über „O Gott, du frommer Gott“ - Fantasie in G - Präludium und Fuge in g - Kanonische Variationen über „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ - Präludium und Fuge in e - Masaaki Suzuki, Orgel

Suzuki, der 2012 die Bach-Medaille der Stadt Leipzig verliehen bekam, begann seine musikalische Karriere im Alter von 12 Jahren als Organist bei Gottesdiensten in seiner Heimatstadt Kobe. Obwohl mittlerweile vor allem als Leiter des Bach Collegium Japan bekannt und weltweit geschätzt, blieb er doch stets der Orgel treu und hat für BIS auch bereits den „3. Theil der Clavierübung“ aufgenommen sowie Orgelwerke von Sweelinck und Buxtehude. Auf diesem Album spielt er einige der beliebtesten Orgelwerke Bachs an einer der beliebtesten Barockorgeln, Schnitgers großartigem Werk in der Martinikerk in Groningen.

BIS BIS-SACD-2111, VÖ: 29.7.2015, 7318599921112

Im schönen Strome – Heine-Lieder - Schumann: Liederkreis, op. 24 - Franz: 15 Lieder „Verfehlte Liebe“ / 8 Lieder „Mit schwarzen Segeln“ - Liszt: Fünf Lieder - Christian Immler, Bariton - Georges Starobinsky, Klavier

Robert Franz war zu Lebzeiten ein produktiver und geschätzter Komponist nicht nur von Liedern, und doch geriet er in Vergessenheit. Vielleicht, weil er dramatische Kontraste scheute und sich ganz auf den Dualismus von Freude und Melancholie beschränkte. Die hier vorgestellten Sammlungen seiner Lieder sind fiktiv; die Lieder von Immler und Starobinsky so angeordnet. Franz selbst hat sie nicht als Liederzyklen konzipiert. Mit 23 oft kurzen Liedern bildet Franz das Zentrum dieser Einspielung, flankiert von Heine-Vertonungen aus der Feder von Schumann und Liszt. Beide schätzen übrigens Robert Franz sehr und unterstützten ihn.

BIS BIS-SACD-2143, VÖ: 29.7.2015, 7318599921433