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Sinfonien - Niels Wilhelm Gade: Sinfonie Nr. 3 a-moll op. 15 - Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie d-moll (Reformationssymphonie) MWV N15 (Bearbeitung: Torsten Sterzik) - Julia Sophie Wagner, Sopran - Martin Petzold, Tenor - GewandhausChor - camarata lipsiensis, Gregor Meyer

Felix Mendelssohn Bartholdy schrieb seine sogenannte Reformations-Sinfonie 1830 zur Dreihundert-Jahr-Feier der Augsburger Konfession, dem noch heute gültigen Glaubensbekenntnis der lutherischen Kirchen und Gemeinden. Überlegungen, den lutherischen Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ sinfonisch zu verarbeiten, trug er schon länger in sich. Der Komponist schuf für dieses Werk ein sinfonisches Modell, das einerseits wirklich in der Nachfolge Beethovens stand und andererseits in der konzeptionellen Disposition weit in die Zukunft reichte. Die formale Anlage der Sinfonie führt stringent zum formsprengenden und überdimensionalen letzten Satz – eine ausschweifende Choralbearbeitung über „Ein feste Burg ist unser Gott“. Vor diesem mächtigen Finale wirken die ersten drei Sätze wie Vorspiele. Mit der auf dieser CD eingespielten Fassung von Torsten Sterzik wird dem Werk eine musikalische und textliche Erweiterung zuteil, die sehr sensibel vorgeht und kaum in die musikalische Faktur des Werkes eingreift. Diese vokalsinfonisch erweiterte Fassung, veröffentlicht beim Verlag Breitkopf & Härtel Wiesbaden, erlebt auf der vorliegenden, im Gewandhaus zu Leipzig aufgenommenen CD ihre Ersteinspielung. Niels Wilhelm Gade konnte durch ein Stipendium des dänischen Königshauses in Leipzig studieren. Hier knüpfte er enge Kontakte u. a. zu Mendelssohn. Unter dessen hilfreicher Ägide stürmte er 1843 mit den Erst- bzw. Uraufführungen seiner Ouvertüre „Nachklänge von Ossian“ und der Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 5 im Gewandhaus in die erste Reihe der europäischen Komponisten. Auch der Erfolg der auf dieser CD zu hörenden Sinfonie Nr. 3 a-Moll war so überwältigend, dass sie kurz nach ihrer Uraufführung am 9. Dezember 1847 bereits am 10. Januar 1848 in einem Sonderkonzert wiederholt wurde.

Querstand VKJK1712,  VÖ: 15.11.2017, 4025796017120

Nach Markus. Passion - Johann Sebastian Bach – Steffen Schleiermacher - Gesine Ader, Sopran - Britta Schwarz, Alt - Eric Stokloßa, Tenor D - irk Schmidt, Bass - Collegium Vocale Leipzig - Merseburger Hofmusik, Michael Schönheit

Die Matthäus- und die Johannes-Passion gehören zu Johann Sebastian Bachs bekanntesten Werken – die Existenz der Markus-Passion ist hingegen nur wenigen geläufig. Das mag daran liegen, dass nur Fragmente dieses Werkes überliefert sind oder die üblichen Aufführungen sehr unterschiedliche Formen annehmen – welche nach Michael Schönheit allerdings nie so ganz den Charakter eines Provisoriums verloren. So trat der Organist und Dirigent an den Komponisten Steffen Schleiermacher heran, um gemeinsam eine ganz neue und eigene Form der Markus-Passion zu erschaffen. Das Ergebnis trägt den Titel Nach Markus. Passion und beruht auf einem neu entstandenen Libretto des Theologen Christian Lehnert. Schleiermacher greift in seinem Werk auf die historische Besetzung der Markus-Passion zurück und übernimmt auch die originalen Arien und Chorstücke. Mit den zahlreichen, durch andere Quellen vollständig erhaltenen Chorälen geht er hingegen sehr frei um – mal erklingen sie vollständig, mal fragmentarisch, manche sind “beschädigt” und manche auch kaum zu erahnen. Den Hörer erwarten völlig neuartige Klangeindrücke von Bachs Musik, die gerade im Nebeneinander mit der Komposition Schleiermachers einen eindrucksvollen Charakter bekommt. Das Collegium Vocale Leipzig und die Merseburger Hofmusik verstehen es, das Gesamtwerk Nach Markus. Passion auf besondere Art zu interpretieren und lassen diese PASCHENrecords-Einspielung so zu einer echten Neuentdeckung – in mehrfacher Hinsicht – werden.

Paschenrecords PR170042,  (2 CD), VÖ: 15.11.2017, 4250976100426

Clemens Krauss: Die Neujahrskonzerte 1951-1954 - mit Walzern, Märschen und Polkas von Johann Strauß, Johann Strauß II, Josef Strauß - Wiener Philharmoniker, Clemens Krauss

Clemens Krauss war der führende Pionier bei der Etablierung der berühmten Neujahrskonzerte mit den Wiener Philharmonikern. Er dirigierte das erste dieser Konzerte 1939 und blieb dabei bis zu seinem Tod im Mai 1954. Erst in diesem Jahr wurde es üblich, das Konzert live aufzuzeichnen. Bis dahin waren Krauss und die Philharmoniker jedes Jahr im Sommer ins Studio gegangen, um das Konzert sozusagen nachzuproduzieren. Die Konzerte 1951 bis 1954, seinerzeit auf Decca erschienen, sind hier erstmals auf CD zusammengefasst. Na dann: „Prosit Neujahr!“

Eloquence ELQ4827363, (2 CD), VÖ: 22.11.2017, 0028948273638

Viola appassionata - Italienische Virtuosenmusik des 16./17. Jahrhunderts für Viola da gamba und Harfe. Werke von Bernardo Pasquini, Girolamo Della Casa, Diego Ortiz, Andrea Falconieri, Girolamo Frescobaldi, Cipriano de Rore, Riccardo Rognoni, Adam Jarzebsky, Giovanni Trabaci und Giovanni Bassano - Juliane Laake, Viola da gamba - Ensemble Art d’Echo

Nichts hat Künstler aller Zeiten so sehr inspiriert und beflügelt wie die Liebe. Ob nun die Jungfrau Maria oder die Schöne aus der Nachbarschaft angebetet wurde, ob höllische Verzweiflung oder seligstes Glück – immer ist es die Liebe, die auch in der Musik die großartigsten Werke entstehen ließ. Musikalischer Ausdruck dieser Hingabe war im Italien des 16. Jahrhunderts das Madrigal. Zum ersten Mal in der Musikgeschichte ging es darum, alle Geschehnisse und Emotionen einer Textvorlage direkt und plastisch in der Musik abzubilden. Kompositorische Muster bildeten sich heraus, ein als Madrigalismen bezeichneter Kanon stilistischer Mittel – auffällige rhythmische, harmonische, chromatische oder sonst wie ungewöhnliche Wendungen, die tonmalerisch den Text wiedergeben und erprobter maßen bei den meisten Menschen die gleichen Assoziationen und Gefühle hervorrufen. Grundsätzlich eine weltliche mehrstimmige Vokalgattung ohne formale Auflagen bis auf jene der größtmöglichen Expressivität (im Gegensatz zur streng zensierten Kirchenmusik dieser Zeit der katholischen Gegenreformation), bot das Madrigal den Renaissance-Komponisten viel kreativen Spielraum bei der Vertonung. Und so wurde denn die Gattung zum Prüfstein der Komponisten, einige wahrhafte Meisterwerke entstanden und inspirierten noch Jahrzehnte später zu nicht minder großartigen Instrumentalbearbeitungen – diese stehen im Zentrum der vorliegenden neuen CD von Juliane Laake und ihrem Ensemble Art d’Echo, ihrer zweiten Aufnahme beim querstand-Label.

Querstand VKJK1710, VÖ: 22.11.2017, 4025796017106

Joseph Haydn - Violinkonzerte: Nr. 1 C-Dur - Nr. 2 A-Dur - Nr. 4 G-Dur - Lisa Jacobs, Violine The String Soloists

Alle ernsthaften Violinisten kommen irgendwann mit den Konzerten Haydns in Berührung. Und doch sind diese Kleinodien heute nur selten auf den Konzertpodien zu hören. Denn leider haftete ihnen schnell der Ruf an, vor allem als Studienmaterial für junge Künstler zu dienen und als Konzertrepertoire nicht geeignet zu sein. Das mag daran liegen, dass in der Tat dem Solisten nur wenig Gelegenheit geboten wird, virtuos zu brillieren. Dabei ist das Haydn at it‘s best: Konzerte von schlichter Eleganz und hintergründigem Witz. Und ihre Transparenz macht sie durchaus zum Prüfstein für die Solistin. Lisa Jacobs ist für ihre leidenschaftlichen Interpretationen, interessanten Programme und kommunikativen Qualitäten auf dem Podium bekannt. Sie wird hier begleitet von den in Amsterdam beheimateten String Soloists, deren künstlerische Leiterin sie ist.

Cobra COBRA0061,  VÖ: 29.11.2017, 8713897904161

Johann Sebastian Bach - Goldbergvariationen. Adaptiert für 16 Stimmen und Barockensemble von Gustavo Trujillo - Pa:dam

Schon wieder Goldbergvariationen? Seit Beginn des 19. Jahrhunderts sind zahllose Adaptionen und Arrangements dieses Variationszyklus erschienen; der kontrapunktische Satz reizt dazu, diese Musik eben auch anders zu interpretieren als auf dem Tasteninstrument, für das sie ursprünglich gedacht war. Und es finden sich im musikalischen Material durchaus Bezüge zur Vokalmusik. Und in diesem Licht erscheint das Arrangement der Goldbergvariationen für 16 Stimmen mit Ensemblebegleitung keineswegs abwegig. Es ging darum, Arrangements zu schaffen, die wie authentische Vokalmusik Bachs klingen, nicht wie gesungene Klaviermusik, und daher singt der Chor nicht etwa syllabisch, sondern trägt Texte aus Kantaten und Oratorien vor. Es entstand mehr als nur ein Arrangement; dies ist eine sehr hörenswerte Nach- oder Neukomposition der Goldbergvariationen, die dieses Werk ganz neu und anders erleben lässt.

Cobra COBRA0050, VÖ: 29.11.2017, 8713897904208

Ottorino Respighi - Orchesterwerke: Trittico Botticelliano - Il Tramonto - Vetrate di Chiesa - Orchestre Philharmonique Royal de Liège, John Neschling - Anna Caterina Antonacci, Sopran

In der Reihe ihrer Aufnahmen der Orchesterwerke Respighis präsentieren das Lütticher Orchester und John Neschling diesmal einige der populärsten Stücke (neben der Römischen Trilogie). Das Botticelli-Tryptichon, für kleines Orchester konzipiert, atmet die Frische der berühmten Bilder der Renaissancemaler. „Il Tramonto“ war ursprünglich für Gesang und Streichquartett gedacht, wird aber oft mit einem größeren Streicherapparat aufgeführt, so wie hier. Den Beschluss machen die vier Kirchenfenster, 1925 als Orchestersuite von Respighi fertiggestellt. Erst zu diesem Zeitpunkt gab er den Sätzen ihre Titel, und deshalb ist klar, dass es sich hier nicht um musikalische Beschreibungen konkreter Vorlagen handelt.

BIS BIS-SACD-2250, VÖ: 6.12.2017, 7318599922508

Belle Époque: Reynaldo Hahn - Sämtliche Werke für zwei Klaviere und Klavier vierhändig - Leslie Howard, Mattia Ometto, Klavier

Erste Gesamtaufnahme - Zwar gehören Hahns Lieder zum festen Repertoire, aber seine Klaviermusik, voller Witz und Charme, ist immer noch weitgehend unbekannt. Für die Einspielung dieser Schätze haben sich zwei ideale Interpreten zusammengefunden. Leslie Howard ist getrieben von dem Wunsch, neues Repertoire zu erschließen, verfügt dabei über eine überragende Technik. Er hat mehr Ersteinspielungen vorgenommen als jeder andere lebende Pianist, was ihm einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde bescherte. Und Mattia Ometto pflegt ohnehin seine Vorliebe zum „Golden Age“ des klassischen Klavierspiels.

Melba MR301148, (2 CD), VÖ: 6.12.2017, 9314574114829