| Hauptseite | Kontakt | Impressum | Presse-Echo | Plattensammeln | Webshop | Partner

Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor

Weitere eBooks

Bielefelder Kataloge - Nummer 1 der internationalen Plattformen für Klassische Musik mit bibliographischem Aufbau

News

24

23

22

21

20

19

18

17

16

15

14

13

12

11

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1


Georg Friedrich Händel - Wassermusik - 5. Cembalosuite “The harmonious Blacksmith” - Orchestre Paul Kuentz - Chantal Pierrier-Layec, Cembalo

Bekanntlich schrieb Händel die Wassermusik zur Begleitung einer königlichen Bootsfahrt auf der Themse am 17. Juli 1717. Dank ausführlicher Berichte in Zeitungen bzw. des preußischen Gesandten weiß man recht gut, wie diese Bootsfahrt ablief. Leider sind die musikalischen Quellen weniger genau; die Reihenfolge der Sätze ist unklar und die Zusammenstellung in Suiten genauso. Paul Kuentz hat sich auf die Suche nach den Quellen gemacht; die wichtigste ist die 1940 von Händels Sekretär John Christopher Schmidt angefertigte Abschrift, die im Fitzwilliam Museum in Cambridge aufbewahrt wird. Anders als Manfred Huss kommt Kuentz zu dem Ergebnis, dass es sich um drei verschiedene Suiten handelt, die er mit klein besetztem Orchester spielt.

Calliope CAL1419 (CD und DVD Video), VÖ: 20.8.2014, 3760039836182

Stokowski mit Raritäten - Fikret Amirov: Symphonische Suite auf Aserbajdschanische Volkslieder Dmitri Schostakowitsch: 1. Symphonie op. 10 - Ralph Vaughan WIlliams: Fantasia on a Theme by Thomas Tallis - Robert Kurka: Symphonic Epilogue on Shakespeare’s “Julius Caesar” - Philharmonic Symphony Orchestra of New York, Leopold Stokowski

Die vier Werke auf dieser CD belegen Stokowskis außergewöhnliche Qualitäten als Programmplaner. Wohl kaum ein anderer Dirigent des 20. Jahrhunderts, schon gar keiner von seiner Bedeutung, hat eine solche Breite des Repertoires erreicht wie er. Beleg dafür sind auch die 2.000 Uraufführungen, die er im Verlauf seiner über 60 Jahre andauernden Karriere dirigiert hat. Mit seinem ungeheuren Produktionstempo in den 30er Jahren, insbesondere den vielen Aufnahmen, erlangte er Weltruhm. Erfolg hat immer auch Neider: während die Verkaufszahlen seiner LPs in die tausende gingen, wurden Stimmen laut, die seine künstlerische Kompetenz in Zweifel zogen. Umso besser, dass wir uns heute aus dem zeitlichen Abstand heraus (Stokowski starb 1977 mit 95 Jahren) anhand der vielen überlieferten Tonaufnahmen selbst ein Bild machen können.

Guild GHCD2415, VÖ: 20.8.2014, 795754241525

Jan Dismas Zelenka (1679-1745) - Requiem c-Moll ZWV45 - Miserere c-Moll ZWV57 - Lamentatio Pro Die Veneris Sancto ZWV53 - Davidson, Bowman, Hulett, Whiteley, His Majestys Sagbutts & Cornetts, Fiori Musicali, Penelope Rapson

Seit einiger Zeit erfreut sich das Werk des exzentrischen Böhmen Zelenka, eines der faszinierendsten und auch bedeutendsten Komponisten des Barock, einer gewissen Renaissance. In England trug dazu unter anderem das Ensemble Fiori Musicali unter Leitung von Penelope Rapson bei. Hier sind sie mit der englischen Ersteinspielung des Requiem zu hören, einer Tour de Force für alle Interpreten, die nahezu alle vergleichbaren Werke dieses Genres und dieser Zeit an unkonventioneller, ja bizarrer Inspiration bei weitem übertrifft. Daneben steht auf dieser CD eine der Lamentationen des Jeremiah, gesungen von Altus James Bowman, und mit dem „Miserere“ ein weiteres Meisterwerk für Chor.

Metronome METCD1082, VÖ: 3.9.2014, 5028165108220

Berman-Raritäten vol. 2 - Liszt: Après une lecture de Dante - Scriabin: Sonate Nr. 4 / Etüde Nr. 12, 11 und 12 - Prokovief: Sonate Nr. 8 / Marsch aus der „Liebe zu den drei Orangen“ - Lazar Berman, Klavier

In Mailand entstand diese Liveaufnahme des großen Pianisten am 25. November 1972, der 1999 für sein Wirken als Dozent und von 1995 bis 2000 als Gastprofessor zum Ehrensenator der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar ernannt wurde.

Idis IDIS6686, VÖ: 3.9.2014, 8021945002968

Hans Werner Henze (1926-2012) - Royal Winter Music. Zwei Sonaten über Gestalten von Shakespeare - Maximilian Mangold, Gitarre

Die beiden Sonaten der „Royal Winter Music“ nach Gestalten von Shakespeare für Gitarre solo sind hinsichtlich Umfang, technischer Anforderungen und literarischer Grundlage eine Besonderheit im Gitarrenrepertoire überhaupt. Wenngleich Shakespeares Dramen und Komödien bereits vielen Komponisten als Vorlage für Opernlibretti und Ballette dienten, ist ein abendfüllender Zyklus für ein Soloinstrument einzigartig. Beide Sonaten sind Julian Bream gewidmet. Interpret und Komponist wollten die Gitarrenliteratur um einen substantiellen Beitrag bereichern. Julian Bream sagte: „Das, was die Hammerklaviersonate für die Pianisten und für die Klavierliteratur bedeutet, das muss die Royal Winter Music für die Gitarre bedeuten. Er wollte mit mir in das Innere der Gitarre vordringen, wollte das Instrument zu einem der farbenreichsten und interessantesten unserer Zeit aufsteigen sehen.‘‘ In der Tat kann die Royal Winter Music als das Opus Magnum der modernen Gitarrenliteratur betrachtet werden. Es zeugt schon von sehr gesundem Selbstvertrauen, wenn der heute anerkannte und etablierte Gitarrist Maximilian Mangold sich ausgerechnet diesen Zyklus für eine seiner ersten Veröffentlichungen auf Musicaphon vornahm und höchstes Lob der Kritik dafür erfuhr. Die 1999 entstandene Einspielung, eine der wenigen vollständigen Aufnahmen der beiden Sonaten, ist jetzt preiswert wieder verfügbar.

Musicaphon Reflections M51711, VÖ: 10.9.2014, 4012476517117

Claude Debussy (1862-1918) - La Mer: Images pour orchestre (1905-12) - Prélude à l’après-midi d#un faune (1891-94) - La Mer, trois esquisses symphoniques (1903-05) - Singapore Symphony Orchestra, Lan Shui

Auf dieser SACD wird der „Nachmittag eines Fauns“, Debussys sicher populärstes Werk, umrahmt von seinen zwei größten Unternehmungen im Bereich der orchestralen Musik: den „Images“ und „La Mer“. Alle drei Werke sind programmatisch, aber es ging Debussy dabei mehr darum, eine bestimmte Atmosphäre oder Stimmung zu erzeugen als naturalistisch-lautmalerisch zu arbeiten. Das erklärt auch seine Reaktion, als ein Dirigent, der mehr zum Inhalt des „Fauns“ wissen wollte, von ihm recht kurz abgefertigt wurde: „Das ist ein Flöte spielender Hirte, der auf seinem Hintern im Gras sitzt.“ Debussy spielt mit Klangfarben, erzeugt durch oft ganz ungewöhnliche Instrumentenkombinationen im Orchester und ruft so beim Hörer ganz eigene Vorstellungen herauf. Die Aufnahme des „La Mer“ wurde schon 2007 auf der SACD „Seascapes“ veröffentlicht; ein Kritiker nannte sie im American Record Guide die „erstaunlichste, effektivste und schönste Einspielung, die ich je gehört habe.“

BIS BIS-SACD-1837, VÖ: 10.9.2014, 7318599918372

Anton Rubinstein (1829-1894) - Sämtliche Klaviertrios: Nr. 1 F-Dur op. 15,1 - Nr. 2 G-Dur op. 15,2 - Nr. 3 B-Dur op. 52 - Nr. 4 A-Dur op. 85 - Nr. 5 c-Moll op. 108 - The Edlian Piano Trio: Tatiana - Andrianova, Klavier - Charlotte Edwards, Violine - Ann Lines, Cello

Rubinstein, zu Lebzeiten als einer der größten Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts gefeiert, aber auch geschätzt als Komponist, Dirigent, Lehrer und Musikmanager, absolvierte öffentliche Auftritte als Wunderkind (wie sein Bruder Nicolai) schon mit neun Jahren. Seine kompositorische Ausbildung folgte deutschen Traditionen, und im kammermusikalischen Bereich galt seine ganz große Liebe dem Klaviertrio. Alle sind von ihm für ihn (als Pianisten geschrieben), und daher erfordern die Klavierparts aller Werke Pianistinnen oder Pianisten von weit überdurchschnittlichen spieltechnischen Fertigkeiten (obwohl auch der Violin- und der Cellopart nicht gerade durch geringe Ansprüche auffallen). Andererseits galt er als Komponist, der nicht nur für die große Konzertbühne, sondern ebenso für den bildungsbürgerlichen Salon schrieb. Es ist spannend zu hören, wie in seiner Kammermusik beide Ebenen vertreten sind.

Metronome METCD1081, (2 CD), VÖ: 17.9.2014, 5028165108121

Haydn und die Kunst der Variation - Sonaten in C, G und D, Andante und Variationen f-Moll - Carole Cerasi, Fortepiano und Clavichord

Haydn? Da denkt man spontan an Streichquartette oder Sinfonien – weniger an Klaviersonaten. Dabei war Haydn ein kompetenter Pianist. Aber er schrieb nicht, wie Mozart oder Beethoven, Sonaten, um sie dann auch selbst aufzuführen. Doch er dachte alle Musik vom Klavier her: „Meine Phantasie spielt mit mir, als wäre ich ein Klavier... eigentlich bin ich wirklich ein lebendiges Klavier“. Rund 60 Klaviersonaten hat er geschrieben, die aber spätere Generationen vorwiegend als Unterrichtsmaterial nutzten und die von den meisten berühmten Pianisten (bis heute) ignoriert werden. Dabei vollenden sie die Entwicklung der klassischen Sonate viel stärker als das zahlenmäßig kleinere Sonatenwerk Mozarts. Je nach Stil und Entstehungszeit verteilt Carole Cerasi die Werke auf ein originales Fortepiano von Johann Schantz, gebaut 1795, und ein Clavichord aus der Werkstatt von Karin Richter (1998) nach einem Instrument von Christian Gottlob Hubert (1771).

Metronome METCD1085, VÖ: 17.9.2014, 5028165108527