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Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor

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Klassische Musik - Bielefelder Kataloge

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Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) - Sechs Duos für zwei Flöten - Guðrun Birgisdóttir, Martial Nardeau

Diese sechs Duos des ältesten Bach-Sohnes übertreffen qualitativ bei weitem alles, was für diese Instrumentenkombination im Barock geschrieben wurde. Beide Stimmen sind absolut gleichberechtigt, und die Anforderungen an Virtuosität und künstlerisches Verständnis zeigen, dass Bach bei der Komposition offenbar die besten Flötisten seiner Zeit als potentielle Interpreten vor Augen oder besser vor Ohren hatte. Sie entstanden über einen langen Zeitraum, bald 30 Jahre; die ersten beiden Duos schrieb er schon als Jugendlicher, die beiden letzten als reifer Komponist in Berlin. Besonders diese beiden Stücke faszinieren durch thematische Entwicklung, die bis an die Grenzen des zu seiner Zeit möglichen geht, und die Tiefe der oft überraschenden Modulationen.

Acte Préalable AP0251 - VÖ: 18.1.2012 - 5902634752513

Pedalflügel Doppio Borgato - Beethoven: 5 Stücke für Flötenuhr - Schumann: Studien für den Pedalflügel
Franck: Prélude, fugue et variation - Bach: Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ / Nun komm, der Heiden Heiland / Passacaglia und Fuge

Mirco Bruson, Pedalflügel

Schon früh in der Geschichte der Tasteninstrumente kam die Idee auf, ein Clavichord oder Cembalo, später einen Hammerflügel, noch später einen modernen Flügel um ein Pedalklavier zu ergänzen, Zunächst aus der Notwendigkeit heraus, Organisten auch im Winter bzw. wenn keine Kalkanten zur Verfügung standen (die das Orgelgebläse bedienen mussten), eine Übungsmöglichkeit zu bieten. Große Komponisten schätzten dieses Kombiinstrument, besaßen häufig auch selber eins – so Bach, Mozart, Schumann, Mendelssohn, Liszt, Franck, Messiaen. Musik für den Pedalflügel schrieben im 19. und 20. Jahrhundert auffällig viel französische Komponisten wie Alkan, Gounod, Saint-Saëns, Dubois, Boëllmann, Boëly, Capocci, Giullou, Palestine. Ende des vergangenen Jahrhunderts konzipierte der Klavierbauer Luigi Borgato aus Padua ein neues Instrument, das „Doppio Borgato“. Eine Kombination eines großen Konzertflügels mit einem Pedalklavier mit 37 Tasten (womit es vom Tonumfang her seine Vorgänger aus dem 16. bis 19. Jahrhundert übertrifft).

Borgato Collection DB072010 - VÖ: 18.1.2012 - 8011570072108

Quintette für Bläser und Klavier - Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur KV 452 - Ludwig van Beethoven: Quintett Es-Dur op. 16

Sebastian Manz, Klarinette - Ramón Ortega Quero, Oboe - David Fernández Alonso, Horn - Marc Trénel, Fagott
Herbert Schuch, Klavier

Um den Pianisten Herbert Schuch hat sich eine besondere Gruppe junger, hochkarätiger Bläser zusammengefunden, welche allesamt erste Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbes der ARD in München sind. Das Ensemble fand erstmals im Januar 2011 zu einer Arbeitsphase zusammen, welche in zwei gefeierten Konzerten, u. a im Herkulessaal München, und in der im Oktober 2011 vom französischen Label Indésens initiierten CD-Aufnahme endete. Produzent Benoît d’Hau, der schon einige Aufnahmen mit dem Fagottisten Marc Trénel in Paris gemacht hatte, wollte daraufhin mit diesem aus exquisiten Solisten bestehenden Ensemble zusammen arbeiten. Das Label Indésens hat seinen Schwerpunkt in Musik mit Bläsern. Es machte daher Sinn, diese solitären Meisterwerke von Beethoven und Mozart, die bisher selten eingespielt wurden, mit jungen – aber schon renommierten Topbläsern einzuspielen. Herbert Schuch, der eine besondere Affinität zu den Werken Beethovens und Mozarts hat, ist dabei der ideale Klavierpartner.

Indésens INDE039, VÖ: 25.1.2012, 3760039839428

Gioachino Rossini (1792-1868) - La Gazza Ladra - Bordogna, Papatheologou, Korchak, Cantarero, Esposito, Pertusi, Custer, Cifoielli
Prager Kammerchor - Orchestra Haydn di Bolzano e Trento, Lü Jia - Regie: Damiano Michieletto

Diese Opera semiseria, die sich der üblichen Inhaltsschemata dieses Genres bedient (unschuldiges Opfer einer Intrige, mit Vorliebe aus den niederen Ständen stammend, wird kurz vor der Urteilsvollstreckung von jugendlichem Helden, vorwiegend aus der Aristokratie stammend, gerettet und der wirkliche Täter bestraft), wurde in High Definition beim Rossini Opernfestival aufgezeichnet. Die Aufführung folgt der kritischen Edition und bietet somit Gewähr für Verwendung des Urtexts. Gleichzeitig überrascht die Inszenierung durch modernes Bühnenbild. Die brillante Ouvertüre des Werkes verwendete Stanley Kubrick übrigens in einer der Kampfszenen von „Clockwork Orange“. Nachdem diese Produktion 2008 bei Dynamic bereits auf DVD High Definition erschienen war, folgt nun eine optisch wie akustisch noch einmal aufgewertete Veröffentlichung auf Blu-ray – Ersteinspielung auf diesem Medium.

Dynamic CDS55567 (Bluray),  VÖ: 25.1.2012, 8007144555672, Erstveröffentlichung auf Blu-ray

Jan Dismas Zelenka (1679-1745) - Missa Omnium Sanctorum ZWV 21 - Christe eleison ZWV 29 - Barbara dira effera! ZWV 164

Eibenova, Wessel, Kobow, Král, Krejcik - Ensemble Inégal - Prague Baroque Soloists, Adam Viktora

Nach Ausbildung beim Dresdner Kapellmeister Schmidt und dem Wiener Hofkapellmeister Fux wurde Zelenka um 1710 als Kontrabassist an den Dresdner Hof verpflichtet. Nach 1720 hatte er aber schwerpunktmäßig eine andere Aufgabe: Er komponierte fast nur noch Werke für den katholischen Hofgottesdienst in Dresden. Im Jahr 1740 hat Zelenka an seinem letzten großen Plan zu arbeiten begonnen, den er jedoch nicht gänzlich ausgeführt hat: die Komposition der ersten seiner sechs so genannten „letzten Messen“, zu denen auch die „Missa Omnium Sanctorum“ gehört. Ob sie zu Lebzeiten des Komponisten am Dresdner Hof überhaupt aufgeführt worden ist, bleibt unklar. Stimmen sind nicht erhalten, sondern nur das Manuskript der Partitur, und der Hof hatte zur Bedingung gemacht, dass keine gesungene Messe länger als 45 Minuten dauern dürfe – eine Bedingung, die übrigens keine der kompletten Messen Zelenkas erfüllt.

Nibiru NIB01542231, VÖ: 1.2.2012, 8595056601544

Elan - Ballettmusik aus Opern von Saint-Saëns: Henri VIII / Ascanio / Etienne Marcel / Les Barbares

Orchestra Victoria, Guillaume Tourniaire

Diese hervorragend aufgenommene SACD bietet die Chance, viele exquisit orchestrierte musikalische Juwelen von Camille Saint-Saëns kennen zu lernen. Ballettmusiken als Divertissement im Sinne der französischen Belle epoque. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte eine Ballettsequenz selbstverständlich zum Anforderungsprofil jeder Oper, die auf der Pariser Operá eine Aufführungschance haben wollte – eine der berühmtesten compagnies de ballet forderte halt ihre Auftrittsmöglichkeiten. Auch Saint-Saëns hat sich diesen Anforderungen nicht entzogen, und wenn auch seine Opern sich keinen Stammplatz im internationalen Repertoire erobern konnten, so lohnen diese geschmackvollen, eleganten Orchestersätze eine Wiederentdeckung.

Melba MR301130, (SACD hybrid), VÖ: 1.2.2012, 9314574113020