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Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor

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Bielefelder Kataloge - Nummer 1 der internationalen Plattformen für Klassische Musik mit bibliographischem Aufbau

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Van Beinum dirigiert Mahler - Symphonie Nr. 4 - Margaret Ritchie, Sopran Concertgeboworkest, Eduard van Beinum - Lieder eines fahrenden Gesellen - Eugenia Zareska, Mezzosopran - London Philharmonic Orchestra, Eduard van Beinum - Nan Merriman, Alt - Concertgebouworkest, Eduard van Beinum - Das Lied von der Erde - Ernst Haefliger, Tenor - Nan Merriman, Alt - Concertgebouworkest, Eduard van Beinum

Dies sind sämtliche Aufnahmen mit Musik Gustav Mahlers, die Eduard van Beinum für Decca gemacht hatte; einige davon sind erstmals auf CD zu hören. Dem Dirigenten war der Zugang zur Musik Mahlers zunächst nicht leicht gefallen; es ist daher kein Zufall, dass er die 4. Symphonie 1952 aufnahm, die von der Form her sicher „klassischste“ der Symphonien Mahlers – was van Beinums musikalischem Temperament eher lag. Die Raffinesse dieser Einspielung machte sie zu einem Klassiker für Mahler-Fans. Und auch mit den Aufnahmen der „Lieder eines fahrenden Gesellen“ und des „Lied von der Erde“ schuf van Beinum herausragende Interpretationen, die bis heute Bestand haben.

Eloquence ELQ4828147, (2 CD), VÖ: 21.3.2018, 0028948281473

Fiedler Encores - Werke von Sibelius, Smetana, Dvorak, Mendelssohn, Humperdinck, Chopin, Verdi, WIlliams, Sondheim, Streisand, Sedaka - Boston Pops Orchestra, Arthur Fiedler

Ein halbes Jahrhundert lang war Arthur Fiedler Musikdirektor des Boston Pops Orchestra und vermittelte die Musik der Klassik in dieser Zeit Millionen von Menschen. „Fiedler Encores“ erschien 1978, und der Titel führt ein wenig in die Irre, denn das Album enthielt keineswegs nur „Schmankerl“ und Virtuosenhits, sondern auch so „ernsthafte“ Werke wie Sibelius‘ „Finlandia“ oder „Vitava“ aus Dovraks „Ma Vlast“. Daneben allerdings auch der „Hochzeitsmarsch“ oder Filmmusik von John Williams. Jedenfalls erklärt dieses Album sehr gut, warum Fiedler-Aufnahmen sich bis 1963 bereits über zwei Millionen Mal verkauft hatten.

Eloquence ELQ4828792, VÖ: 21.3.2018, 0028948287925

Claude Debussy - Sonaten, Tänze und Rhapsodien: Sonate für Violine und Klavier - Sonate für Flöte, Viola und Harfe - Rhapsodie für Klarinette und Klavier - Syrinx - Sonate für Cello und Klavier - Rhapsodie für Saxophon und Klavier - Danses sacrée et profane für Harfe und Streichquintett - Vincent Lucas, Flöte - Tatiana Samouil, Violine - David Lively, Claire Désert, Laurent Wagschal, Elisabeth Rigollet, Klavier
Lise Berthaud, Viola - Philippe Berrod, Klarinette - Marie-Pierre Langlamet, Harfe - Jerôme Pernoo, Cello - Nicolas Prost, Saxophon - Streichquintett der Berliner Philharmoniker

„Musik muss vor allem versuchen, zu gefallen. Extreme Kompliziertheit ist der Gegensatz von Kunst.“ (Claude Debussy)

Indésens INDE105, VÖ: 28.3.2018, 3760039831279

Pianocrazy - Ein Film von Jan Ö. Meier über das Klavierfestival auf Schloß vor Husum 2016 - Werke von Franck, Schumann, Bizet, Britten, Pesson, Rózicky, Friedman, Liszt, Chaminade, Schubert, Brahms - mit Zlata Chochieva, Jonathan Plowright, Artem Yasinsky; Johann Blanchard, Hélène Mercier, Cyprien Katsaris, Klavier

Im Jahr 2016 wurde das Husumer Klavierfestival 30 Jahre alt – Anlass genug für einen Film. Der zeigt mit ungewöhnlichen Schnitttechniken und überraschenden Bildwechseln auf unterhaltsame Weise Portraits von Pianisten und Pianistinnen – mit impressionistischem Blick und in Ausschnitten aus Konzerten, Proben und kurzen Gesprächen. Der einzigartige und stimmungsvolle Veranstaltungsort, das sommerliche Schloss sowie die kleine Hafenstadt Husum tragen ihren Teil zu der familiären Atmosphäre des Festivals bei. Eine wirklich schöne, Appetit machende Werbung für das traditionsreiche „Festival der Klaviermusik auf Schloss vor Husum“!

Danacord DACODVD991, (DVD Video), VÖ: 28.3.2018, 5709499991008

Perspectives 7 - Alban Berg: Sonate, op. 1 - Franz Liszt: Légende no. 1, St François d’Assise : La prédicationaux oiseaux - Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 28 in A-dur, op. 101 - Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung - Andreas Haefliger, Klavier

Seit 2004 hat Andreas Haefliger eine Serie von Recitals unter dem Titel „Perspectives“ entwickelt, die er sowohl im Konzertsaal wie auch auf CD präsentiert. Jedes dieser Programme konfrontiert eine oder zwei Sonaten von Beethoven mit Werken anderer Komponisten (von Mozart bis Berio), die auf die eine oder andere Weise auf Beethoven und aufeinander reagieren. Dieses siebente Programm präsentierte Haefliger auf dem Edinburgh Festival 2017 und wurde von Kritikern als „äußerst inspirierend, durchdacht und einfach schön“ bezeichnet. Für die Veröffentlichung auf SACD in der einzigartigen Akustik des Mozartsaals im Wiener Konzerthaus aufgenommen.

BIS BIS-SACD-2307, VÖ: 11.4.2018, 7318599923079

A Soprano‘s Schubertiade - Suleika I (Was bedeutet die Bewegung?), D 720; Suleika II (Ach, um deine feuchten Schwingen), D 717; Romanze (Der Vollmond strahlt), D 797 No. 3b ; Blondel zu Marien, D 626; Heiß mich nicht reden, D 877 No. 2; Nur wer die Sehnsucht kennt, D 877 No. 4; So lasst mich scheinen, D 877 No. 3; Kennst du das Land? D 321; Gretchen am Spinnrade, D 118; Gretchens Bitte, D 564; Der König in Thule, D 367; Viola, D 786; Ellens Gesang I (Raste, Krieger!), D 837; Ellens Gesang II (Jäger, ruhe von der Jagd!), D 838; Ellens Gesang III (Ave Maria), D 839 - Carolyn Sampson, Sopran - Joseph Middleton, Klavier

Schuberts Liebe zu den Frauen ist offensichtlich; viele seiner Lieder handeln von, über und mit Frauen. Dieses Recital zeigt alle diese Möglichkeiten und noch einige mehr. Carolyn Sampson und Joseph Middleton haben schon für mehrere erfolgreiche Projekte auf BIS zusammen gearbeitet, zuletzt mit dem Countertenor Iestyn Davies als Partner. Das Album schließt mit drei Gedichten von Walter Scott in deutscher Übersetzung. Die drei „Ellen Gesänge“ stammen aus der Gedichtromanze „The Lady of the Lake“ (1810), und der letzte Gesang, das „Ave Maria“, ist eine der bekanntesten und beliebtesten Kompositionen Schuberts.

BIS BIS-SACD-2343,  VÖ: 11.4.2018, 7318599923437

Johann Sebastian Bach - Die sechs Cellosuiten - Marianne Dumas, Violoncello

Marianne Dumas belebt in Berlin traditionelles Handwerk mit moderner Technik neu. Forscherdrang und Entdeckerfreude führten die Cellistin aus Bordeaux über Lyon, Pittsburgh und Madrid nach Berlin. Aus der gesicherten Position der Solocellistin in Spaniens Hauptstadt brach sie, von historischen Dokumenten geleitet, auf. Den Spuren der Experten folgend, fand sie ihre Heimat in Berlin. Nach einem Gemälde von 1681 baute Hans Reiners eigens für sie einen Bogen. Mit diesem modernen Barockbogen – mit ebenfalls modernem Barockcello und modernen Barocksaiten – hat Dumas unter dem Titel „Rediscovering the baroque technique“ Bachs Cellosuiten nach dem von ihr edierten Urtext eingespielt.

Leonardo LDV14036, (2 CD), VÖ: 18.4.2018, 8051773570360

Giovanni Battista Somis (1686-1763) - XII Sonate a Violoncello e continuo - Ensemble Il Continuo

Um 1740 entstand diese Sammlung, wahrscheinlich um die Ankunft des Cellovirtuosen Salvatore Lanzetti am Turiner Hof zu feiern. Denn dort beeindruckte er Giovanni Battista Somis, den Urvater der Piemonter Violinschule, zu der die bedeutendsten Musiker Europas pilgerten. Ihr besonderes Profil bestand in der Ausarbeitung einer sehr eleganten Kompositionsmethode, mit der sie sich von konkurrierenden Violinschulen unterschied. In diesem Kontext, in dieser Verbindung eines großen Geigers und eines überragenden Cellisten sind diese 12 „modernen“ dreisätzigen Sonaten zu lesen, zu spielen und zu hören.

Leonardo LDV14038,  VÖ: 18.4.2018, 8051773570384

Eileen Joyce, Klavier - Sämtliche Studioaufnahmen - Die Aufnahmen auf - Parlophone, Columbia, Decca und Saga

Die Australierin Eileen Joyce, deren Talent als Pianistin von Percy Grainger bereits im Kindesalter entdeckt wurde, begann 1927 ein Studium bei Artur Schnabel und Robert Teichmüller am Konservatorium Leipzig. 1930 wurde sie dem Dirigenten Henry Wood vorgestellt, der ihr Debüt als Konzertpianistin bei einem seiner bekannten Promenadenkonzerte arrangierte. In der Folgezeit wurde sie sowohl eine bekannte Konzertpianistin als auch eine anerkannte Pianistin für Radiokonzerte. Während des Zweiten Weltkrieges trat sie gemeinsam mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung des Dirigenten Malcolm Sargent in zahlreichen von den Bombardements der deutschen Luftwaffe zerstörten Städte Großbritanniens auf. Nach Kriegsende unternahm sie an der Seite zahlreicher namhafter Orchester weltweite Konzerttourneen, bei denen sie ihr Repertoire von über fünfzig Klavierkonzerten und weiterer musikalischer Programme aufführte. Darüber hinaus wurde sie durch ihre Arbeit für Filmmusiken bekannt. Nachdem sie sich 1960 zunächst als Konzertpianistin zurückgezogen hatte, unternahm sie 1967 erneut eine Konzerttournee. Mit dieser Box werden nun erstmals sämtliche Studioaufnahmen der Künstlerin zusammengefasst, die sie zwischen 1933 und 1958 eingespielt hatte.

Eloquence ELQ4826291, (10 CD), VÖ: 25.4.2018, 0028948262915

Mozart live 1978 - Ouvertüre zu „Idomeneo“ - Konzertarien - Symphonie Nr. 40 g-moll - Klavierkonzert Nr. 25 C-dur - Jessye Norman, Sopran - Alfred Brendel, Klavier - Academy of St. Martin in the Fields, Neville Marriner

Dies ist ein Gala-Konzert mit einem der besten Mozart-Ensembles der späten Analogära. Am 27. Januar 1978 wurde der 222. Geburtstag Mozarts im Palais de la Musique et des Congrès in Strasbourg mit einem Konzert begangen, das den Komponisten in seiner vollen Reife zeigt. Und nicht nur das Ensemble, sondern auch die Solisten waren ausgewiesene Mozart-Spezialisten. Dies ist die erste Wiederveröffentlichung des gesamten Konzerts auf CD, seinerzeit auf zwei LP bei Philips erschienen.

Eloquence ELQ4828705, (2 CD), VÖ: 25.4.2018, 0028948287055

Georg Philipp Telemann - Essercizii Musici – Sonaten und Triosonaten - Florilegium

Das 1991 gegründete Ensemble „Florilegium“ gehört zu Großbritanniens bedeutendsten Formationen für die Wiedergabe Alter Musik in historischer Aufführungspraxis, geschätzt für fundierte, aufregende und stilsichere Interpretationen. Dieses Doppelalbum mit Telemanns „Essercizii Musici“ ist Florilegiums 27. Zusammenarbeit mit Channel Classics. Gründer und Leiter Ashley Solomon sagt: „In den Werken dieser Sammlung kombiniert Telemann alte und neue Satzformen – bis hin zum galanten Stil. . Die Sammlung ist viel zu umfangreich für eine einzige Produktion. Wir haben uns erst einmal auf die Solosonaten in Kombination mit einer Gruppe von Triosonaten konzentriert, die dem Hörer einen Eindruck von den verschiedenen Stilen und Instrumentenkombinationen geben, die Telemanns einzigartigen Klangraum beschreiben und seine Musik für immer unvergesslich machen. In den nächsten Jahren werden weitere Produktionen folgen.“

Channel Classics CCS40118, (2 CD), VÖ: 2.5.2018, 723385401186

Antonio Vivaldi - Le Quattro Stagioni, op. 8,1-4 - Concerti „Il Riposo“, „L‘Amoroso“, „Il Grosso Mogul“ - Brecon Baroque; Rachel Podger, Violine und Leitung

Welche Musik wäre wohl besser geeignet, das Jahr einzuleiten, in dem Rachel Podgers 50. Geburtstag gefeiert wird? Produzent Jonathan Freeman-Attwood sagt: „Diese unwiderstehlichen Charakterstücke haben die Ohren von Millionen Menschen erreicht. Die meisten Aufnahmen versuchen, sich möglichst dicht an die Partitur zu halten, und die Bekanntheit der Musik hat dazu geführt, dass wir nicht mehr genau hinhören und die Intentionen Vivaldis gar nicht mehr genau verfolgen. Die Zusammenarbeit mit Rachel Podger und Brecon Baroque war ein Lehrstück bei der Suche nach den Zutaten, die Vivaldis Vier Jahreszeiten zu so großartigen Werken gemacht haben. Natürlich geht es um Virtuosität, aber auch um Farben, Poesie, menschliche Wärme und Zerbrechlichkeit. Und das alles eingefangen vom dynamischen Spiel Rachels in der Interaktion mit ihren Kollegen von Brecon Baroque. Auch in den drei anderen tiefgründigen Konzerten hört man ein Ensemble, das in seiner einfachen Besetzung sehr transparent ist und es dennoch versteht, größtmögliche, dramatische Dynamik zu erzeugen, wie man sie sonst nur von größeren Formationen kennt.“

Channel Classics CCSSA40318,  (SACD hybrid), VÖ: 2.5.2018, 723385403180

Kalevi Aho (*1949) - Bläserquintette: Quintet No. 1 (12006) - Quintet No. 2 (2014) - Philharmonisches Bläserquintett Berlin

Angesichts seiner mittlerweile 17 Symphonien und zahlreicher Opern und Konzerte vergisst man leicht, dass Kalevi Aho natürlich auch Kammermusik schreibt. Darunter finden sich über zehn Quintette für verschiedenste Instrumentenkombinationen. Zwei allerdings sind „normal“ besetzte Bläserquintette, hier vorgestellt vom Berliner Phiharmonischen Bläserquintett. Wobei die Musiker, höchst beeindruckt vom ersten Quintett, dass sie 2010 kennen lernten, ein zweites Werk bei Aho in Auftrag gaben. Ein Werk mit einem weiten Spektrum höchst ungewöhnlicher und innovativer Tonfarben und Stimmungen.

BIS BIS-SACD-2176, VÖ: 30.5.2018, 7318599921761

Karlheinz Stockhausen - Kurzwellen (1968) - C.L.S.I. Ensemble, Paul Mefano

Dies ist die erste Aufnahme des Werkes in einer neuen Version durch das C.L.S.I. Ensemble für vier Instrumente, vier Kurzwellenradios, sechs Computer und Dirigenten. Ein einmaliges Ereignis, denn die Interpreten reagieren in „Kurzwellen“ auf unvorhersehbare Vorgänge, die sie aus Kurzwellenradios empfangen, während sie ihre Instrumente spielen. Und doch handelt es sich nicht um Improvisation, denn Stockhausens Partitur gibt klare Anweisungen, wie sie auf das, was sie hören, zu reagieren haben. Diese neue Version, erstaufgeführt beim Stockhausen Sommerkurs in Kürten am 10.8.2011, nutzt erstmals Computer und Liveelektronik und bringt so „Kurzwellen“ in das 21. Jahrhundert.

Mode Records MODE302,  VÖ: 30.5.2018, 764593030225

Funiculus Triplex - Sonaten, Canzonen und Arien von Franz Xaver Hassl, Johann Friedrich Agricola, Johann Ludwig Steiner - Ulrike Hofbauer, Sopran - Ensemble L‘Arcadia

Ersteinspielung - Im Zentrum der vorliegenden Aufnahme steht das vermutlich einzige erhaltene Werk des heute kaum bekannten Komponisten Franz Xaver Hassl (1708-1757): Funiculus triplex seu VI. Sonate (Augsburg 1751). Hassl schrieb die Triosonaten in der Zeit seiner Anstellung als Musikdirektor am fürstbischöflichen Hof in Pruntrut/Porrentruy, wo sie wohl im kirchlichen Rahmen aufgeführt wurden. Die Sonaten werden umrahmt von drei geistlichen Arien aus einer Liedsammlung des Zürcher Stadttrompeters Johann Ludwig Steiner (1688-1761). Einige Canzonetten von Johann Friedrich Agricola (1722-1774) bringen auch die weltliche Seite dieser charmanten und galanten Musik zum Klingen.

Guild GMCD7806,  VÖ: 6.6.2018, 5065002170064

Caspar Diethelm (1926-1997) - Symphonische Werke: Symphonische Suite „Saturnalia“, op. 200 - Symphonie Nr. 5 „Mandala“, op. 180
Symphonischer Prolog für Orchester, op. 125 - Symphonie Nr. 1, op. 35 - Symphonie Nr. 3, op. 76 - Symphonie Nr. 4 „Hommage an Joseph Haydn“, op. 100 - Royal Scottish National Orchestra, Rainer Held

Ersteinspielung - Caspar Diethelm studierte am Konservatorium und an der Kirchenmusikschule Luzern. Hinzu kam Privatunterricht in Komposition bei Johann Baptist Hilber (1891–1973) und Albert Jenny. Prägend waren für ihn die Meisterkurse bei Paul Hindemith sowie Arthur Honegger. Des Weiteren nahm er an den Ferienkursen in Darmstadt bei Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono teil. Seine Ausbildung zum Dirigenten vervollständigte er bei Ernst Hans Beer und Alexander Krannhals. Von 1963 bis 1993 wirkte er als Dozent für Musikgeschichte, theoretischer Fächer, Komposition und Kammermusik am Konservatorium Luzern. Zugleich betätigte er sich als Dirigent eigener Werke im In- und Ausland. Diethelms Œuvre umfasst 343 Werke verschiedenster Besetzungen. Er komponierte über 100 Werke für großes Orchester, Kammer- und Streichorchester, darunter 8 Symphonien und Solokonzerte für nahezu jedes Instrument, sowie ein Ballett. Dazu kommen an die 40 Werke für Chor mit Orchester, Instrumentalensemble oder Orgel, darunter drei große Oratorien sowie zahlreiche Kantaten. Auch für Chor a cappella schrieb er zahlreiche Werke, darunter viele Messen und Motetten. Neben Kompositionen für Blasorchester und Brass Band entstand eine reichhaltige Literatur für Kammermusik vom Solostück bis zum Nonett, 22 Klaviersonaten, sowie zahlreiche Werke mit außergewöhnlichen Besetzungen. Caspar Diethelm setzte sich mit den neuesten Tendenzen der Musik auseinander, lehnte aber alle dogmatischen Korsetts stets ab. Stattdessen entwickelte er seinen eigenen Stil, der durch Jenny, Hindemith, Honegger und Martin beeinflusst ist. Die Harmonik ist freitonal, die Rhythmik zum Teil elementar, geprägt durch stark tänzerische Impulse mit einer Vorliebe für große ungerade Zyklen. Äußerst wichtig erschien Caspar Diethelm auch die Anwendung von überschaubaren, nachvollziehbaren Formen. In den späteren Werken zeichnet sich eine Wandlung im Denken des Komponisten ab: die Hinwendung zu einer meditativen Grundhaltung, zu einer neuen Spiritualität und die Verarbeitung von Einflüssen außereuropäischer Musik.

Guild GMCD7808, (3 CD), VÖ: 6.6.2018, 5065002170088

L‘heure Satie - Satie und seine Lieder: Choral inappétissant; Je te veux; Trois mélodies de 1916; Sports et divertissements; Les Gnossiennes; Vexations; Gymnopédie no. 1; Ludions; La Diva de „l‘empire“ - Trio Satie: Isabel Piganiol, Sopran - Lars Malther, Kontrabaß - Ulla Habermann, Klavier und Orgel

Satie schrieb neben den heute recht bekannten Klavierstücken auch eine ganze Reihe von Liedern, Ballett- und Filmmusik; er nannte das „Musique d‘ameublement“. Wie er überhaupt seinen Stücken eigenartige Titel gab wie dem „unappetitlichen Choral“. Sein musikalischer Kosmos ist eine großartige Überblendung von sentimentalem Zirkus, lyrischer Modernität und bewusster Bewusstlosigkeit, zugleich einfach und komplex, lustig und traurig, edel und vulgär. Immer wieder überraschend, die Hörer bewusst auf falsche Fährten lockend. Geschrieben von einem leicht verrückten Exzentriker, der mit zwei aus Platzmangel übereinander gestapelten Klavieren lebte, mehr als 100 Regenschirme besaß und eine kurze, heftige Romanze mit der Malerin Suzanne Valadon hatte, die er einmal aus dem Fenster warf. Vor der Polizei entschuldigte er sich damit, Frau Valadon sei ja schließlich gelernte Akrobatin. Nach seinem Tod fand man in einer Box all die Briefe seiner Freunde an ihn – ungeöffnet...

Danacord DACOCD790, VÖ: 13.6.2018, 5709499790007

George Crumb - Klavierwerke: Metamorphoses (Book I) - Five Pieces for Piano - Margaret Leng Tan, Klavier

Diese wichtige Einspielung koppelt Crumbs erstes Klavierwerk, die „Five Pieces“ (1929) mit seinem letzten Klavierzyklus, den „Metamorphosen“ (2017). Margaret Leng Tan ist seit langem Spezialistin für Crumbs Musik; die „Metamorphosen“ wurden für sie geschrieben. Die Aufnahme entstand bei den Donaueschinger Musiktagen 2017. Der Zyklus ist ein natürlicher Nachfolger des monumentalen „Makrokosmos I und II“. Mit einer leichten Verbeugung vor Mussorgskys „Bildern einer Ausstellung“ ist jeder Satz der „Metamorphosen“ von einem berühmten Bild inspiriert. Und vom Interpreten wird nicht nur das Spiel auf der Klaviatur, sondern auch im Instrument und Gesang verlangt.

Mode MODE303, VÖ: 13.6.2018, 764593030324