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Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor

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Bielefelder Kataloge - Nummer 1 der internationalen Plattformen für Klassische Musik mit bibliographischem Aufbau

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Portraying Passion - Kurt Weill: Die sieben Todsünden - Marcus Paus: Hate Songs - Charles Ives: Five Songs; The Unanswered Question - Tora Augestad, Mezzosopran - Oslo Philharmonic Orchestra, Joshua Weilerstein, Christian Eggen

Wenn Tora Augestad zusammen mit den Osloer Philharmonikern ein musikalisches Porträt veröffentlicht, stehen Kurt Weill, Marcus Paus und Charles Ives auf der Speisekarte. Das Repertoire von Augestad für „Portraying Passion“ transferiert die musikalischen Qualitäten modernistischer und individualistischer Komponisten in den Blick des 21. Jahrhunderts. Die zeitgenössische Komposition von Paus erweitert die visionäre Dissonanz von Ives und die kontrastierenden melodischen Verschiebungen von Weills Orchestrierungen, bringt jedoch mit dem aufsehenerregenden Text und der kabaretthaften Präsentation etwas völlig Neues auf den Tisch. Parker und Brecht halten den konzeptionellen Weg der untertriebenen Satire gut aus, so dass sie durch den ätherischen, transzendentalen Text von Ives 'Liedern konterkariert werden und ein komplementäres Ganzes bildeten. Bringt die einzigartige Interpretation von Augestad in die Gleichung ein, erhalten die Zuhörer ein Programm, das von großen Spannungen und stilistischen Unterschieden lebt. Und darin zeigt sich die virtuose Kunstfertigkeit dieser Mezzosopranistin. Tora Augestad ist in Konzertsälen, Theater- und Kabarettbühnen sowie in zeitgenössischen Musikarenen gleichermaßen zu Hause. Durch die an Komponisten, neue Werke für sie zu schreiben, und durch die Zusammenarbeit mit ihren verschiedenen Ensembles sucht sie ständig neue Herausforderungen und den Austausch künstlerischer Ideen. Sie verfügt dank ihrer fesselnden Persönlichkeit über eine großartige Bühnenpräsenz. Augestad hat den Lotte-Lenya-Preis gewonnen und unter anderem mit dem Ensemble Modern, dem Klangforum Wien und Christoph Marthaler zusammengearbeitet.

Lawo Classics LWC1164, VÖ: 21.11.2018, 7090020181868

Carl Philipp Emanuel Bach – „für mich“ - Quartette Wq 93-95 - Duett für Flöte und Violine Wq 140 - Clavierfantasie fis-moll Wq 67 - Ensemble Klangschmelze: Swantje Hoffmann, Violine und Viola - Leonard Schelb, Traversflöte - Ricardo Magnus, Fortepiano

Dass es für einen Komponisten des 18. Jahrhunderts nicht immer einfach war, sich kompositorisch, ästhetisch und formell treu zu bleiben und gleichzeitig den Anforderungen gerecht zu werden, die an einen in fürstlichen Diensten stehenden Hofmusiker gestellt wurden, zeigt eine Notiz Bachs: „Weil ich meine Arbeiten für gewisse Personen und fürs Publikum habe machen müssen, so bin ich dadurch allezeit mehr gebunden gewesen, als bey den wenigen Stücken, welche ich bloß für mich verfertigt habe.” (Selbstbiographie in Carl Burney’s Tagebuch seiner musikalischen Reisen Bd.3, Hamburg 1773). Hier zeigt sich die Spannung zwischen dem eigenen künstlerischen Anspruch einerseits und der Notwendigkeit des Broterwerbs andererseits, bei dem auf den Geschmack „bestimmter Personen” Rücksicht genommen werden musste, unter anderem auf den Friedrichs des Großen, dem Carl Philipp Emanuel Bach dreißig Jahre als „Kammercembalist” am Berliner Hof diente. Während eine beachtliche Zahl der Werke C.Ph.E. Bachs große Verbreitung erlebte, blieben die Clavierquartette von 1788 nur einer Handvoll Musikliebhaber und Musiker bekannt. Zu diesen zählten unter anderen der große Joseph Haydn, der die Partituren von Wq 93 & Wq 94 besaß. Erst 1952 wurden die Werke in „moderner” Notentypographie gedruckt. In unsere Werkauswahl für die vorliegende Aufnahme haben wir zusätzlich zu Bachs drei Clavierquartetten ein innerhalb dieser Gattung ganz herausragendes Werk mit dem Titel „Carl Philipp Emanuel Bachs Empfindungen” aufgenommen. Wenn es je gelingen könnte, einem Komponisten ins Herz zu schauen, dann wohl bei diesem Stück größter Empfindsamkeit. Der Traum vieler Musiker ist es, mit Hilfe einer Zeitmaschine einmal einen Musikus vom Kaliber eines CPhE Bach improvisieren zu hören und möglichst unbemerkt seinen intimsten künstlerischen Gedanken zu lauschen. Die Fantasie in fis-Moll ist geradezu prädestiniert dafür, eine solche ersehnte musikalische Zeitreise zu erleben. In ihrer Eigenartigkeit, Originalität, Kompromisslosigkeit und Zukunftsvision sind die drei Clavierquartette und die Fantasie fis-Moll vor allem eins: Werke, die uns den „privaten” Bach zeigen. Gerade so, als hätte er uns sagen wollen: Nun komponiere ich für mich.

Ambitus AMB96957, VÖ: 21.11.2018, 4011392969574

Voilà Viola! - Vol. 2: Vive la France - Milhaud: Catalogue de fleurs, op. 60; Sonate Nr. 2, op. 244 - Françaix: Rhapsodie pour alto et piano
Koechlin: Sonate, op. 53 - Karin Dolman, Viola - Caecilia Boschman, Klavier

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schrieben führende französische Komponisten Sonaten für Violine, Cello, Klaviertrios, -quartette und -quintette, dass es eine Lust war. Es sieht aber danach aus, als ob man die Bratsche links liegen ließ. Erst nach der Jahrhundertwende fand die Bratsche in Frankreich die ihr gebührende Beachtung als Kammermusikinstrument. Die SACD bringt aus dem sich dann entwickelnden Repertoire vier exemplarische Beispiele, die sehr schön den typisch französischen Stil der Moderne zeigen (bei aller Verschiedenheit der Personalstile), der sich so ganz anders entwickelte als in Deutschland.

Musicaphon M56976 (SACD hybrid), VÖ: 28.11.2018, 4012476569765

Hans Erich Apostel (1901-1972) - Klavierwerke zu Kubin und Kokoschka: Zehn Variationen über ein eigenes Thema nach der Mappe „Variationen über ein eigenes Thema“ von Oskar Kokoschka, op. 1 - Kubiniana, zehn Klavierstücke, op. 19 - Sechzig Schemen nach Zeichnungen von Alfred Kubin (Abenteuer einer Notenfeder), op. 138 - Thérèse Malengreau, Klavier

Die belgische Pianistin Thérèse Malengreau hat ein besonderes Interesse an der Beziehung zwischen Musik und den bildenden Künsten. Hier gibt sie den Hörern die seltene Gelegenheit, mit der Musik von Hans Erich Apostel bekannt zu werden, der 1938 von den Nazis unter die „entarteten Künstler“ eingereiht wurde und seitdem kaum mal auf Konzertprogrammen zu finden ist. Und zugleich wirft diese Aufnahme einen Blick auf die starke Interaktion zwischen Komponisten und Künstlern anderer Disziplinen während der ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts, dokumentiert in Bewegungen wie „Der blaue Reiter“, dem Kunstmagazin „Der Sturm“ oder der „Wiener Werkstatt“. Die drei Werkzyklen dieser SACD wurden von Zeichnungen Oskar Kokoschkas und Alfred Kubins inspiriert; zwei davon sind hier in Ersteinspielung zu hören. Es sind expressive und intensive Reflektionen, keine unmittelbaren Bildbeschreibungen.

BIS BIS-SACD-2405, VÖ: 28.11.2018, 7318599924052

Muy Hermosa es María - Villancicos aus La Real Audencia de Quito (Ecuador, ca. 1700) - Música Temprana, Adrián Rodríguez Van der Spoel

Die losen Manuskripte, die Jorge Isaac Cazorla im Archiv der Diözesianverwaltung von Ibarra fand, Villancicos aus dem späten 17. Jahrhundert, sind nur die Spitze des Eisbergs einer Produktion, die erstaunlich groß gewesen sein muss. Denn das historische Zentrum von Quito, von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt, birgt mit seinen 40 Kirchen, 16 Klöstern und mehr als 5000 historischen Gebäuden ein reiches musikalisches Erbe. Leider gingen schon viele Archive verloren durch Naturkatastrophen, aber auch durch Gleichgültigkeit. Die Villancicos, Vokalmusik mit instrumentaler Begleitung, stehen in der spanischen Tradition des 17. Jahrhunderts und beziehen sich unverkennbar auf Volksmusik. Die Ibarra-Manuskripte zeugen von einem reichen musikalischen Leben in den Klöstern; viele Texte wurden von Nonnen vertont (und gesungen). Denn die Manuskripte sprechen konstant von Frauen. Dem Ensemble ist es daher ein Anliegen, diesen anonym gebliebenen Komponistinnen mit dieser Einspielung zu der Beachtung zu verhelfen, die sie verdienen.

Cobra COBRA0068, VÖ: 5.12.2018, 8713897904376

Eugène Bozza (1905-1991) - Le chant de la mine - Gosset, Laulan, Obrecht, Ottevaere, Kerckaert - Orchestre Valentiana, Nicolas Bucher

Eugène Bozza, Sohn eines Italieners, studierte am Conservatoire de Paris und schloss 1924 im Fach Violine, 1930 im Fach Dirigieren und 1934 im Fach Komposition ab. Ebenfalls 1934 war er Träger des renommierten Prix de Rome mit seiner Kantate „Légende de Roukmani“. 1939 bis 1948 war er Dirigent an der Pariser Opéra Comique, danach Direktor des Konservatoriums in Valenciennes bis 1975. Bozza schrieb zahlreiche Werke für Kammermusik, besonders für Holzbläser. Die meisten kammermusikalischen Werke entstanden ab Mitte der 1950er Jahre, als Bozza Direktor des Konservatoriums von Valenciennes wurde. In seinem Werk klingen immer wieder Impressionen an die Landschaft der Provence an. Das 1956 geschriebene „Le Chant de la mine“ ist das erste Oratorium, das sich der Verehrung jener Männer widmet, die Tag für Tag unter Einsatz ihres Lebens die Kohle aus den Bergwerken des Nordens förderten.

Indésens INDE120, VÖ: 5.12.2018, 3760039831439

Peter Tschaikowsky - Pique Dame - Marinkovic, Gligorijevic, Popvic, Bugarinovic, Heybal, Cvejic, Petrovic, Veselinovic - Chor der jugoslawischen Armee - Kinderchor von Radio Belgrad - Orchester der Nationaloper Belgrad, Kresimir Baranovic

Dies ist die erste CD-Veröffentlichung der ersten Stereo-Aufnahme von Tschaikowskys Meisterwerk. Im Verlauf des Jahres 2018 bot Eloquence erstmals auf CD alle sieben russischen Opern an, die 1955 von der Decca mit dem Ensemble der Belgrader Oper aufgenommen worden waren. Zwei Interessen trafen sich damals: Das Belgrader Ensemble war gerade von einer sehr erfolgreichen Tournee durch die Schweiz mit „Boris Godounow“ zurückgekommen und wollte international weiter auf sich aufmerksam machen, und die Decca suchte nach Möglichkeiten, ihren noch schmalen, aber schnell wachsenden Katalog an Stereo-Aufnahmen und Aufnahmen des russischen Opernrepertoires zu erweitern. Das war bis dahin noch nie in der Originalsprache eingespielt worden.

Eloquence ELQ4826903, PC: DC (3 CD), VÖ: 12.12.2018, 0028948269037

Joseph Haydn - Symphonien: Nr. 44 e-moll „Trauer“ - Nr. 45 fis-moll „Abschied“ - Nr. 46 H-dur
Nr. 47 G-dur N - r. 48 C-dur „Maria Theresia“ - Nr. 49 f-moll „La Passione“ - English Chamber Orchestra, Daniel Barenboim

20 Jahre lang hatte Daniel Barenboim das English Chamber Orchestra bereits dirigiert, als er die erste von drei hier zusammengefassten LPs einspielte. Eine feurige, knisternde, dynamische Wiedergabe der sechs Symphonien aus Haydns „Sturm und Drang“-Periode. Ohne Bezug auf den Klang historischer Instrumente (er lehnte „historische Aufführungspraxis“ stets ab) versteht er es, den spezifischen Charakter jeder Symphonie prägnant herauszuarbeiten. Diese aufregenden Interpretationen entstanden bei Studioaufnahmen in Edinburgh und London zwischen 1975 und 1978.

Eloquence ELQ4840136, PC: BG (2 CD), VÖ: 12.12.2018, 0028948401369