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Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor

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Bielefelder Kataloge - Nummer 1 der internationalen Plattformen für Klassische Musik mit bibliographischem Aufbau

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Neujahrskonzert 2015 mit Musik von Alwyn, Glasounow, Grieg, Blodek, De Falla, Walton, Elgar, Tschaikowsky und Wood - Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh, Malte Steinsiek

Es muss ja nicht immer Wiener Walzer sein – die Westfälische Kammerphilharmonie überzeugt mit einem intelligenten, gleichwohl witzigen Programm. Neujahr mal ganz anders.

Encora ENC017,  VÖ: 20.1.2016, 4260104940176

Gaetano Donizetti - L‘elisir d‘amore - Carteri, Alva, Taddei, Panerai, Vercelli - Orchestra e Coro del Teatro alla Scala, Tullio Serafin

Eine der schönsten komischen Opern überhaupt in Starbesetzung aus der Mailänder Scala, 1958 für die EMI produziert und hier in restaurierter Edition vorgelegt.

Urania Widescreen WS121187 (2 CD), VÖ: 20.1.2016, 8051776571876

Henri Dutilleux (1916-2013) - Jugendwerke: Klaviersonate op. 1 - Sarabande et Cortège für Fagott und Klavier - Sonatine für Flöte und Klavier - Choral, Cadence et Fugato für Posaune und Klavier - Sonate für Oboe und Klavier - Marc Trénel, Fagott - Vincent Lucas, Flöte - Daniel Breszynski, Posaune - Alexandre Gattet, Oboe - Pascal Godart, Klavier

Diese Jugendwerke beanspruchen nicht für sich, irgendeinem „Trend“ zu folgen. Stilistisch gehören sie nicht ins Fahrwasser von Roussel, Jolivet oder Messiaen und sind auch nicht wirklich „Post-Ravel“. Diese frühen Werke verblüffen ganz im Gegenteil durch ihre einzigartige Originalität, die zwar schon den Stil französischer Musik der Moderne reflektiert, in denen aber dennoch die typischen Eigenheiten von Dutilleux‘ Kompositionsweise ganz stark zum Tragen kommen.

Indésens INDE087, VÖ: 27.1.2016, 3760039839893

Johann Sebastian Bach als Europäer - Musikalisches Opfer (Ricercari 1 und 9) - Clavierübung II (Italienisches Konzert, Französische Ouvertüre h-Moll) - Clavierübung III (Vier Duette) - Thomas Günther, Klavier

Der Essener Pianist Thomas Günther hat für seine neue Bach-Einspielung neben dem kompletten Zweiten Teil der „ClavierÜbung“ die Vier Duette aus deren Drittem Teil sowie die beiden Ricercari aus dem Musikalischen Opfer ausgesucht und gleichsam zu einer „Meta-Form“ vereinigt. In ihr wird gezeigt, wie der Komponist auf die damals maßgeblichen europäischen Spielarten musikalischer Komposition aus deutscher Perspektive Bezug nimmt. Dieser „kompendienhafte“, kompositorische „Muster“ hervorbringende Zug in Bachs Komponieren realisiert sich nicht nur mit Blick auf die musikalischen Gattungen Fuge bzw. Kanon (Deutschland), Konzert (Italien) und Suite bzw. Ouvertüre (Frankreich).
Erstmals wurden diese Kompositionen nun auch in dreidimensionaler Klangqualität eingespielt: Die Super Audio CD (SACD) enthält drei verschiedene Versionen der Aufnahme:
- 1D: Gewohnter, eindimensionaler Stereo-CD-Sound (-> CD-Schicht der SACD)
- 2D: Zweidimensionaler Surround-Sound (-> SACD-Schicht, Mehrkanal-Version)
- 3D: Dreidimensionaler, 3D-Binaural-Stereo-Sound (-> SACD-Schicht, Stereo-Version)
Bei der 3D-Version handelt es sich um eine Kunstkopf-Aufnahme, die ganz puristisch nur mit zwei Mikrofonen ohne jegliche Filter und Effekte realisiert wurde und die für Kopfhörerwiedergabe bestimmt ist. Wenn Sie die 3D-Version über Kopfhörer wiedergeben, werden Sie durch dieses einzigartige Verfahren quasi direkt an den Ort des Geschehens versetzt, so als würden Sie die Aufnahme live miterleben. Dadurch unterscheidet sich dieses Aufnahmeverfahren von allen anderen: Es entsteht ein natürlicher Klang- und Raumeindruck (inkl. Vorne-Hinten-Oben-Unten-Ortung), der dem des menschlichen Gehörs nahe kommt.

Cybele CYB131518 (SACD hybrid), VÖ: 27.1.2016, 809548017323

Johann Sebastian Bach - Weltliche Kantaten vol. 6: Lass, Fürstin, lass noch einen Strahl („Trauerode“), BWV 198 - Schlage doch, gewünschte Stunde, BWV 53 - Tilge, Höchster, meine Sünden, BWV 1083 - Lunn, Sampson, Blaze, Türk, Wörner - Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki

Der emotionale Gehalt von Bachs weltlichen Kantaten ist sehr unterschiedlich. Das liegt natürlich daran, dass sie in der Regel als Auftragswerke zu Geburtstagen, Hochzeiten oder Begräbnissen entstanden. Demzufolge wurden einige durchaus in der Kirche aufgeführt und haben auch geistliche Texte, die sich aber nicht auf das Proprium des Kirchenjahres bezogen. Die Kantate 198, als Trauerode bekannt, wurde 1727 bei der großen Begräbnisfeier für die Ehefrau Augusts des Starken, Christiane Eberhardine, in der Leipziger Paulinerkirche aufgeführt. Und doch ist der Text sehr weltlich und enthält kaum Bibelzitate oder Psalmen. Einige Jahre später fand die Musik dieser Kantate doch noch eine „richtige“ geistliche Verwendung in der Markuspassion. Dagegen sind die Entstehungsumstände von BWV 1083 recht unsicher. Es ist eine Adaption von Pergolesis berühmtem Stabat mater, die Bach in seinen späten Jahren (um 1746) schrieb. Dabei scheint er für das Werk gar keine geistliche Verwendung gehabt zu haben. Es ist musikalisch eine Reise in die Vergangenheit: der selbst stilistisch schon als Auslaufmodell zu bezeichnende Bach ermöglicht einen Blick zurück in die „neue Musik“ der 1730er Jahre.

BIS BIS-SACD-2181, VÖ: 3.2.2016, 7318599921815

Wolfgang Amadeus Mozart - Klavierkonzerte vol. 10: Konzert Nr. 5 D-Dur - Konzert Nr. 6 B-Dur - Drei Konzerte nach J. Chr. Bach - Ronald Brautigam, Fortepiano - Die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens

Auf der vorletzten Folge ihres Zuges durch die Klavierkonzerte Mozarts arbeiten sich Brautigam, Willens und die Kölner Akademie rückwärts durch den Werkkatalog des Komponisten. Sie sind jetzt bei den frühesten Originalwerken angekommen, die 1773 bzw. 1776 entstanden. Das Klavierkonzert Nr. 5 wurde eines der populärsten Konzerte Mozarts in den frühen 1780er Jahren. Mozart spielte es selbst sehr oft und schätzte es so sehr, dass er sich 1782 die Mühe machte, ein neues Finale zu komponieren (diese Aufnahme bietet den originalen Schlusssatz, aber der Austauschsatz, ein Rondo, ist auf BIS-SACD-2064 zu hören). Der große Effekt, den das Konzert macht, geht natürlich auch auf die pompöse Besetzung mit Trompeten und Pauken zurück. Ganz im Gegensatz dazu steht das Konzert Nr. 6, besetzt „nur“ mit zwei Oboen, zwei Hörnern und Streichern. Wobei im langsamen Satz die Oboen durch Flöten ersetzt werden, die zusammen mit pizzicato gespielten Bratschen und Cello und mit Dämpfern versehenen Violinen einen sehr bemerkenswerten Klang ergeben. Als Vorgänger zu diesen Konzerten stehen in Mozarts Liste eine Reihe von Arrangements, darunter drei Konzerte, die auf Sonaten von Johann Christian Bach basieren. Mozart arrangierte sie für Klavier, zwei Violinen und „Basso“. Es lässt sich trotz der dreisätzigen Anlage also durchaus diskutieren, ob das angesichts der reduzierten Besetzung im strengen Sinne eigentlich „Konzerte“ sind

BIS BIS-SACD-2084, VÖ: 3.2.2016, 7318599920849

Johann Sebastian Bach - Die Triosonaten 1-6 - Simon Reichert, Orgel

An der klanglich wunderbaren Trost-Orgel in Waltershausen hat Simon Reichert die Sonaten eingespielt. Erstmals wurden auf dieser großen Barockorgel diese Werke aufgenommen, und das ist kein Wunder: sie hat eine sehr unbequem zu spielende, weit gespannte Pedalklaviatur. Simon Reichert, 1980 in Gütersloh geboren, beschäftigt sich intensiv mit Renaissance- und Barockmusik. Nach dem Studium der Kirchenmusik, Orgel und historischer Aufführungspraxis in Detmold und Basel speilte er bereits Konzerte in vielen Ländern Europas, insbesondere auf berühmten historischen Orgeln. Aber auch symphonische Werke von Max Reger und Olivier Messiaen sowie Musik der Avantgarde gehören zu seinem Repertoire. Im Hauptberuf ist Reichert Stifts- und Bezirkskantor in Neustadt an der Weinstraße.

Paschenrecords PR160032, VÖ: 10.2.2016, 4250976100327

Stokowski dirigiert Amerikanisches - Nathaniel Shilkret: Posaunenkonzert - Tommy Dorsey, Posaune - New York Symphony Orchestra - Morton Gould: Latin-America - Symphonette - Radio Italiana Orchestra Turin - Paul Creston: Saxophonkonzert - James Abato, Saxophon - Hollywood Bowl Symphony Orchestra

Stokowski, der 1905 aus England in die USA emigrierte, machte dort eine große Karriere als einer der bekanntesten Dirigenten des symphonischen Repertoires. Und das war bei ihm weiter gespannt als bei vielen Kollegen. Über 2000 Uraufführungen gehen allein auf sein Konto, und anders als andere Dirigenten scheute er sich auch nicht, Werke nachzuspielen. Hier ist er mit beidem zu hören: einer Uraufführung (Shilkret) wie Zweitdirigaten

Guild GHCD2424, VÖ: 10.2.2016, 795754242423

Mel Bonis (1858-1937) - Ihre Lieder - Eliane Geiser, Mezzosopran - Flurin Tschurr, Bass - Anne-Marie Aellen, Klavier

Die französische Komponistin stammte aus einer musikalisch nicht vorbelasteten Familie. Autodidaktisch erlernte sie das Klavierspiel, und ihre Eltern ermöglichten ihr daraufhin Musikunterricht. Ihr Talent und ihr Enthusiasmus führten sie mit den richtigen Leuten zusammen; César Franck öffnete die Türen des Pariser Konservatoriums für sie. Sie war eine brillante Studentin (mit Klassenkameraden wie Pierné und Debussy), studierte Harmonielehre, Klavierbegleitung und Komposition. Schon nach drei Jahren gewann sie erste Preise. Ihr Werk umfasst über dreihundert Kompositionen in allen Genres, von symphonischen Orchesterwerken bis zum klavierbegleiteten Lied. Der postromantische, originelle Stil bewegt sich zwischen Dramatik und Humor mit gelegentlichen Ausflügen ins Orientalische, immer aber mit großer Expression.

Gallo GAL-CD-1469, VÖ: 17.2.2016, 7619918146927

Das exzentrische Harmonium des Karg-Elert - Kompositionen für Kunstharmonium op. 26 - Sonatine e-Moll op. 14,2 - Intarsien op. 76, 15 kleine Characterstücke - Joris Verdin, Harmonium

Der Komponist, Musiktheoretiker und Pädagoge Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) lebte und arbeitete vorwiegend in Leipzig, wo er u.a. die Lehrverpflichtungen von Max Reger im Konservatorium übernahm. Er war einer der ganz wenigen deutschen Impressionisten unter den Komponisten. In seinem Schaffen nehmen die Werke für Harmonium eine ganz besondere, bedeutende Stellung ein. 1904 hatte der Instrumentenhändler Carl Simon in Berlin Karg-Elerts Aufmerksamkeit auf das Kunstharmonium gelenkt. Und der setzte sich sofort intensiv mit diesem Instrument auseinander und begann es als Virtuose zu spielen. Seine Kompositionen zeigen einen starken Sinn für Klangfarben und eine reiche Harmonik. Gerade Klangfarben und ihre Schattierungen scheinen oft genug sogar der Ausgangspunkt der Komposition zu sein. Und typisch für Karg-Elert ist auch ein Zug ins Skurrile und Groteske.

Gallo GAL-CD-1334, Preiscode: CE, 7619918133422 (Référence Harmonium vol. 4)

Domenico Scarlatti - 18 Sonaten - Yevgeny Sudbin, Klavier

2005 ließ ein junger Pianist die internationale Fachpresse im Wortsinn aufhorchen: Yevgeny Sudbin, der sich für sein Debüt-Album auf BIS ausgerechnet Musik eines Barockmeisters ausgesucht hatte: Domenico Scarlatti. Die Kritik hob ihn damals schon auf eine Stufe mit Horowitz und Pletnev. Zahlreiche höchst erfolgreiche Aufnahmen und elf Jahre später kehrt Sudbin zu diesen Wurzeln zurück. Mit der Tonmeisterin Marion Schwebel, die ihn seit seinen Anfängen betreut, hat er in der wundervollen Akustik der Kirche St George‘s in Bristol 18 weitere Sonaten Scarlattis aufgenommen. Man darf gespannt sein, wie die Kritik, die schon 2005 zu Superlativen neigte, die nun noch toppen will. Denn Sudbin ist nun noch ausdrucksstärker, noch virtuoser als damals.

BIS-SACD-2138, VÖ: 2.3.2016, 7318599921389

Pietro Mascagni - Kantate „Alla Gioja“ (An die Freude) - Rosita Santi, Sopran - Michael Alfonsi, Tenor - Massimiliano Fichera, Bariton - Stefano Rinaldi Milani, Bass - Andrea Trovato, Klavier - Chor Città di Firenze, Ennio Clari

Ersteinspielung - Eine wichtige, aber kaum bekannte Komposition Mascagnis: Am 22.3.1882 wurde im Teatro degli Avvalorati unter der Leitung des Mascagni-Freundes Alfredo Soffredini die Kantate „Alla Gioja“ auf den Text von Schillers „Ode an die Freude“ erstaufgeführt. Dieses Werk wurde für den Komponisten zum Türöffner am Mailänder Konservatorium. Es ist schwer zu sagen, was den jungen Mascagni an der berühmten Ode mit ihrem streng idealistischen Inhalt maurerischen Ursprungs so faszinierte, denn er musste sich mit Andrea Maffeis sehr akademischer Übersetzung mit Versen verschiedener Metren und irregulärer Rhythmik auseinander setzen. Doch Mascagni schuf ein Großwerk aus 16 Nummern, das alle Elemente eines Opernhandwerkers enthält, von der Solonummer bis zum Quartett, und im Orchestersatz probierte der Musikstudent Mascagni alles aus, was ihm stilistisch und satztechnisch in den Sinn kam und wichtig erschien. Der mögliche Vergleich mit dem Schlußsatz aus Beethovens 9. Symphonie scheint ihn jedenfalls nicht bekümmert oder belastet zu haben. 50 Jahre lang schien das Manuskript verschollen; erst kürzlich kam es in die Hände von Mascagnis Nachfahren, die es Ennio Clari zur Edition übergaben. Und so konnte „Alla Gioja“ zum 150. Geburtstag ihres Schöpfers wieder zugänglich gemacht werden.

Concerto CD2089, VÖ: 2.3.2016, 8012665208914

Robert Schumann - Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 63 - Morgenstern Trio

Auf seinem Kaleidos-Debütalbum widmet sich das mehrfach preisgekrönte Morgenstern Trio einem bedeutenden Werk der klassisch-romantischen Klaviertrio-Literatur. Schumanns Klaviertrio zählt bis heute zu seinen bedeutendsten und populärsten Werken. Beethovens Motto „Durch Nacht zum Licht“ wird hier auf das Eindrücklichste umgesetzt: Vom aufwühlenden d-Moll des Eröffnungssatzes bis zum triumphierend-strahlenden D-Dur im Finale erstreckt sich der musikalische Bogen.

Kaleidos KAL63311 (LP), VÖ: 9.3.2016, 4260164633117

Wolfgang Rihm - Streichquartette Nrn. 1, 4, 5 und 8 - DoelenKwartet Rotterdam

Das Streichquartett nimmt innerhalb des äußerst umfangreichen Schaffens von Wolfgang Rihm eine exponierte Stellung ein. Schon in der kompositorischen Frühphase, im Alter von 14 Jahren, schrieb der 1952 in Karlsruhe geborene Rihm seine ersten Quartette, ohne dass er diese allerdings als Partitur veröffentlichte. 1970 publizierte er dann sein 1. Streichquartett mit der Opuszahl 2. Zehn Jahre später war er bereits bei Quartett Nr. 4 angelangt, und noch einmal acht Jahre weiter veröffentlichte er sein 8. Streichquartett. Rihm schreibt einerseits die Tradition dieses so wichtigen Genres fort, andererseits aber gilt für ihn: „Mit dem Streichquartett muss gekämpft werden, bissig und liebevoll. Die Materialebene: ein Schlachtfeld...“

Cybele CYB261101 (SACD hybrid), PC: CF, VÖ: 9.3.2016, 809548011024

Hilde Güden singt Mozart - Arien aus „Le nozze di Figaro“, „Don Giovani“, „Così fan tutte“, „Zauberflöte“, „Idomeneo“ - Hilde Güden, Sopran - London Symphony Orchestra, Josef Krips - Wiener Philharmoniker, Alberto Erede, Clemens Krauss, Erich Kleiber

Gesegnet mit einer natürlichen Bühnenpräsenz, Schönheit und einem cremigen Ton und der Fähigkeit, einen silbrigen Klang ins hohe Register zu mischen (was sie für ihre Strauss-Rollen brauchte), war Hilde Güden eine der ganz großen Sängerinnen ihrer Generation. Die meisten hier zu hörenden Mozart-Arien stammen aus ihren ersten Studioaufnahmen, die bei ihren Besuchen in London 1947 bzw. 1951 entstanden. Hier spielt sie mit ihren Fähigkeiten, verschiedene Klangfarben je nach Stimmung zu realisieren. Große Musik aus einer Zeit großer Mozart-Rezeption, in der Hilde Güden eine führende Rolle spielte.

Australian Eloquence ELQ4820681, VÖ: 16.3.2016, 0028948206810

Igor Strawinsky - Petrushka - Le Sacre du Printemps - Orchestre de la Société des concerts du Conservatoire de Paris, Pierre Monteux

Kaum ein Dirigent des 20. Jahrhunderts hat so viele Ur- und Erstaufführungen aufzuweisen wie Pierre Monteux. Als Dirigent von Diaghilevs „Ballets Russes“ leitete er zwischen 1911 und 1914 z.B. die Uraufführungen von Ravels „Daphnis et Chloé“, Debussys „Jeux“ und Strawinskys „Le Rossignol“ – wie auch die Premieren der beiden hier zu hörenden Werke. Dreimal nahm er „Petrushka“ für die Schallplatte auf, immer in der Version von 1911, und seine Liebe zu diesem Werk wird in dieser Aufnahme von 1956 deutlich. Aber noch dichter mit Monteux verbunden ist „Le Sacre du Printemps“. Er dirigierte nach der im Skandal endenden Ballett-Uraufführung (Paris 1913) die Erstaufführungen in England und Holland und die höchst erfolgreiche Premiere der Konzertfassung im April 1914 in Paris. Strawinsky schrieb darüber: „es war ein Triumph, wie ihn nur wenige Komponisten erleben können. Die musikalische Umsetzung war ideal. Ich ging auf die Bühne und umarmte Monteux, der ein Fluß aus Schweiß geworden war. Es war die salzigste Umarmung meines Lebens.“

Australian Eloquence ELQ4808903, VÖ: 16.3.2016, 0028948089031

Franz Schmidt (1874-1939) - Quintett A-Dur für Klavier linkshändig, Klarinette, Violine, Viola und Cello - Kae Hosoda-Ayer, Klavier - Christopher Ayer, Klarinette - Jennifer Dalmas, Violine - Kathryn Steely, Viola - Evgeni Raychev, Cello

Ersteinspielung in Originalfassung - Schmidt wurde als Pianist wie als Cellist gefeiert; Gustav Mahler ließ ihn alle signifikanten Passagen spielen, wenn er in Wien Opern dirigierte. Dabei hielt Schmidt durchaus die Balance zwischen Virtuosentum und Komposition; er hatte einige der bedeutendsten Lehrämter in Wien inne, unterrichtete Cello, Klavier, Kontrapunkt und Komposition. Schließlich wurde er Rektor der Kunst- und Musikakademie. Korngold, Reger, Mahler, Berg, Schönberg schätzten ihren Kollegen, priesen die handwerkliche Klasse und Innovation seiner Werke. Dabei war Schmidt ein Chamäleon: er schrieb vier Symphonien in der Tradition von Beethoven, Schubert und Brahms, daneben Orgelwerke, die an Bach und Reger erinnern. Das Quintett schrieb er für Paul Wittgenstein, der als Folge einer Kriegsverletzung die rechte Hand verloren hatte. Das Quintett A-Dur war das fünfte von sechs bestellten Werken; Schmidt schrieb es ein Jahr vor seinem Tod. Dies ist die erste Einspielung des Werkes, die dem Interpreten erlaubt, tatsächlich nur die linke Hand zu benutzen. Hosoda-Ayer spielt den Klavierpart exakt nach Schmidts Intentionen.

Centaur CRC3472, VÖ: 23.3.2016, 044747347226

Louise Dumont Farrenc (1804-1875) - - Klaviertrios: Es-Dur op. 33 - d-Moll op. 34 - Mary Ellen - Haupert, Klavier - Nancy Oliveros, Violine - Laura Sewell, Cello

Dumont Farrenc war Pianistin, Lehrerin, Herausgeberin einer Anthologie der Klaviermusik und eine Komponistin, auf die ihre französischen Zeitgenossen ob der Kraft und reichen Imagination ihrer Werke stolz waren. Als erste Frau erlangte sie eine Professur am Pariser Konservatorium. Und doch ist sie heutzutage relativ unbekannt, während ihre Zeitgenossin Clara Schumann sich großer Beliebtheit erfreut. Ausgebildet wurde Louise Dumont, die einer Bildhauerfamilie entstammte, von Johann Nepomuk Hummel und Anton Reicha. Sowohl ihre Heirat mit dem Musikverleger Aristide Farrenc wie auch ihre Professur am Konservatorium waren gute Voraussetzungen für die Verbreitung ihrer Werke. Die beiden Klaviertrios sind eindeutig von Beethoven inspiriert, mit dessen Werk sie sich intensiv auseinandersetzte, und gehen doch stilistisch darüber hinaus und verweisen auf César Franck, Franz Schubert und Robert Schumann.

Centaur CRC3435, VÖ: 23.3.2016, 044747343525

Johann Sebastian Bach - Dritter Teil der Clavierübung - James Johnstone, Orgel

Mit der monumentalen „Orgelmesse“ beginnt James Johnstone eine Reise durch Bachs Orgelwerk, die er an herausragenden Instrumenten in ganz Europa einspielen wird – soweit sie sich im barocken Originalzustand (oder soweit wie möglich dem angenähert) befinden. Dies ist der Fall bei der Joachim Wagner-Orgel, 1739/41 im Nidras-Dom in Trondheim errichtet. Das klangfarbenstarke Instrument konnte 1993/94 von Jürgen Ahrend bis auf ganz wenige fehlende Pfeifen in den Originalzustand zurückversetzt werden. – James Johnstone war lange Zeit Mitglied des Gabrieli Consort & Players, mit denen er preisgekrönte Einspielungen für Deutsche Grammophon vornahm und ebenso Mitglied es Ensembles Florilegium, mit der durch Europa und Amerika tourte. Derzeit spielt er mit zahlreichen renommierten Alte Musik Ensembles. Er ist Professor für frühe Tasteninstrumente an der Guildhall School of Music und am Trinity Laban Conservatoire.

Metronome METCD1094 (2 CD),  VÖ: 30.3.2016, 5028165109425


Trio di Trieste - Schubert: Klaviertro Es-Dur op. 100 - Beethoven: Klaviertrio c-Moll op. 1,3

Das Trio di Trieste ist ein einzigartiges Ensemble: bereits im Jahre 1933 gründeten zwei Musikstudenten, der Pianist Dario De Rosa und der Geiger Renato Zanettovich mit dem Cellisten Libero Lana ihr Trio. Lana war da gerade mal 12 Jahre alt. Lana wurde 1962 durch Amedeo Baldovino ersetzt, ansonsten blieb die Besetzung unverändert. Schon ein Jahr später gaben sie ihr erstes Konzert und es folgte eine bis 1995 ununterbrochene weltweite Konzerttätigkeit mit über 3000 Konzerten. Am 3. März 1995 gaben sie ihr letztes öffentliches Konzert in Siena, seitdem unterrichten sie in Italien (seit 1989 sogar mit eigener Musikschule). Die hier veröffentlichten Aufnahmen entstanden für die RAI 1962 (Schubert) bzw. live in Triest am 26.4.1957 (Beethoven).

Idis IDIS6685,  VÖ: 30.3.2016, 8021945002951

Luigi Cherubini (1760-1842) - Messen: Nr. 1 F-Dur „Cäcilienmesse“ - Nr. 4 C-Dur - Ingrid Kremling, Ursula Ott, Sopran - Olga Sandu, Monika Keggenhoff, Alt - Christoph Prégardien, Werner Seyfried, Jürgen Heene, Tenor - Eduard Wollitz, Eberhard Storz, Günther Schlosser, Bass  - Chor und Orchester der Dreifaltigkeitskirche Wiesbaden, Gabriele Klippert

Im Oktober 1982 und im September 1983 wurden die vorliegenden beiden Messe-Kompositionen in Wiesbaden aufgeführt und von der Konzertkritik als wertvolle Neuentdeckungen gewürdigt. Dass diese bedeutenden Werke der katholischen Kirchenmusik nach langer Zeit wieder aufgeführt werden konnten, ist das Verdienst der Kantorin Gabriele Klippert, die eine alte, von Cherubini signierte Partitur entdeckte, die der nach 1816 in Paris im Selbstverlag herausgegeben hatte. Gabriele Klippert richtete die Orchesterstimmen ein, um die Aufführung des Werkes mit ihrem Chor zu ermöglichen, von der die Kritik nach dem Konzert schrieb: ,,Unverständlich, wie ein solches Werk in Vergessenheit geraten konnte“. Die vorliegende ,,Cäcilienmesse“ ist nicht nur als Erstlingswerk einer stilistischen und inhaltlichen Neubesinnung Cherubinis von historischer Bedeutung, sondern auch durch die meisterhaften symphonischen Dimensionen, die den Grund legten für eine Entwicklung, auf der Beethoven aufbauen konnte, als er mit seiner ,,Missa Solemnis“, die unter dem Einfluss von Cherubinis Requiem in c-Moll entstanden war, endgültig die Messe-Komposition aus dem Bereich der liturgischen Praxis zur metaphysisch-geistlichen Konzertmusik führte. Bereits in Cherubinis erster Messe in F-Dur, die der Schutzheiligen der katholischen Kirchenmusik, der Heiligen Cécilie gewidmet ist, ist die Umsetzung des geistigen Inhalts des Messe-Textes auf die symphonische Ebene verwirklicht. Die einzelnen Messe-Teile gliedert er in groß angelegte, symphonischen Sätzen vergleichbare Abschnitte. Seine vierte Messe-Komposition in C-Dur hat Cherubini als ,,Missa solenelle“ bezeichnet und im Selbstverlag herausgegeben.

Cantate C57628, (2 zum Preis von 1), VÖ: 6.4.2016, 4012476576282

Johann Sebastian Bach - Sämtliche geistliche Kantaten - Div. Solisten Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki

Die Box enthält 55 Hybrid SACDs in Stecktaschen. Die Aufnahmen auf den Discs 1-27 wurden ursprünglich auf CD veröffentlicht, wurden hochgerechnet und zusätzlich mit Surround Sound versehen, so dass dies die einzige verfügbare Gesamtaufnahme der Kantaten im SACD Format ist. Ebenfalls enthalten: -ein 208seitiges Booklet mit Tracklistings, einem Essay über die geistlichen Kantaten von Dr. Klaus Hofmann und Indices. - ein 376seitiges Booklet mit sämtlichen Ge­sangstexten. Über fast die gesamte Zeit seiner Karriere hat Johann Sebastian Bach Kantaten für den Gebrauch im Gottesdienst komponiert; man nimmt an, dass er wahrscheinlich rund 300 Werke dieser Art schuf. ls Masaaki Suzuki und sein Bach Collegium Japan 1995 ihr monumentales Abenteuer begannen, all diese Werke aufzunehmen, entschlossen sie sich, chronologisch Bachs Fußspuren zu folgen. Deshalb enthält vol. 1 ihrer Serie (Disc 1 dieser Box) drei der ersten Kantaten (BWV 4, 150 und 196), und die Serie endet mit der letzten: „Lobe den Herrn, meine Seele“ (BWV 69). Der über einen Zeitraum von 19 Jahren eingespielte und veröffentlichte Zyklus erwarb sich internationale Anerkennung (u.a. ECHO Klassik 2014) und sowie Respekt der Kritiker und Experten für Masaaki Suzuki und sein Team dank der exzellenten Qualität der Interpretationen, aber auch für die vorsichtige, respektvolle Annäherung an die Musik. Ein Kritiker schrieb, es gehe hier wohl eher um „verehrungsvolle Tiefe als um brillante Selbstdarstellung.“ Die bemerkenswert gleichbleibende Qualität der Einspielungen über die gesamte Dauer dieses Langzeitprojekts ist insbesondere Masaaki Suzuki zu verdanken, der schon bei der Einführung in die Serie 1995 seiner Überzeugung Ausdruck gab: „Bachs Musik enthält eine Botschaft, die das menschliche Herz anrührt, unabhängig von Nationalität oder kultureller Tradition.“ Viele seiner Musiker – Solisten, Chorsänger und Instrumentalisten – sind dem Projekt über die Jahre bemerkenswert treu geblieben, wie auch die Shoin Women’s University in Kobe, die ihre Kapelle die ganze Zeit über als Aufnahmeort zur Verfügung stellte.

BIS BIS-SACD-9055, (55 SACD), VÖ: 6.4.2016, 7318599990552