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Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor

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Bielefelder Kataloge - Nummer 1 der internationalen Plattformen für Klassische Musik mit bibliographischem Aufbau

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Hermann Abendroth in Warschau - Beethoven: Symphonien Nr. 3 und 7 - Mozart: Symphonie Nr. 40 - Philharmonisches Orchester Warschau, Hermann Abendroth

Erstmals werden hier drei Aufnahmen aus dem Archiv des polnischen Rundfunks veröffentlicht. Davon sind zwei (Mozarts 40. und Beethovens 7. Symphonie) von besonderem Interesse, weil es offenbar keine anderen Einspielungen mit Abendroth von diesen Werken gibt. Sie wurden bei einem Konzert aufgezeichnet, das Abendroth am 16.5.1954 in Warschau dirigierte. Vom 1. bis 23. Mai diesen Jahres hielt er sich in Polen auf und dirigierte u.a. auch in Kattowitz und Posen.

Tahra TAH763, (2 CD), VÖ: 30.10.2013, 3504129076313

Walter Gieseking - Die wiederentdeckten Kompositionen: Lieder, Kammermusik, Klavierwerke - Diverse Interpreten

Ersteinspielung - Gieseking wurde und wird bis heute als einer der bedeutendsten Pianisten des 20. Jahrhunderts gefeiert – aber sein kompositorisches Werk wird kaum zur Kenntnis genommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Gieseking selbst sein Komponieren stets als „Nebenbeschäftigung“ oder Hobby bezeichnete. Aber ein wenig mehr war es dann doch; immerhin hat er eine Reihe seiner Werke selbst aufgeführt und auch publiziert. Diese CD bietet eine Auswahl seiner Werke auf Basis seiner Manuskripte, die im Besitz seiner Tochter Jutta sind. Es sind bisher unveröffentlichte Kompositionen aus allen Abschnitten von Giesekings Leben und Karriere, mit einer Ausnahme durchweg Ersteinspielungen.

Centaur CRC3215, VÖ: 16.10.2013, 044747321523

Johann Ludwig Krebs (1713-1780) - Clavier Übung IV: Exercises sur le Clavecin - Brad Bennight, Cembalo

Ersteinspielung - Krebs, Sohn des Organisten Tobias Krebs in Buttelstedt, ist heute vor allem als einer der beiden Meisterschüler Johann Sebastian Bachs insbesondere bei Organisten bekannt (der andere war Bachs Schwiegersohn Altnickol). Schon der Vater hatte bei Bachs Vetter Johann Gottfried Walther in Weimar, ab 1714 auch bei Bach selbst studiert und wurde später einer der wichtigsten Kopisten Bachs. Der Sohn Johann Ludwig trat 1726 in die Thomasschule in Leipzig ein und wurde dort zum Orgelschüler des Thomaskantors, erlernte aber auch Violine und Laute sowie natürlich alle Bereiche der Musiktheorie. Auch er schrieb für Bach; seinen Abschriften ist zu verdanken, dass wir vom Notentext der Kantaten 37, 40 und 197 heute überhaupt Kenntnis haben. Hier also in Ersteinspielung Cembalowerke des späteren Hoforganisten in Altenburg, der u.a. von Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel als Organist und Komponist sehr geschätzt wurde.

Centaur CRC3297, (2 CD), VÖ: 16.10.2013, 044747329727

Transformations of Time - Musik für Schlagzeug und Orgel: Berthold Hummel: in memoriam - Dieter Mack: Stream - Bernfried Pröve: Pulsation VIII b - Violeta Dinescu: Le Rocher Tremblant - Theo Brandmüller: Elegia - J. S. Bach: Vor deinen Thron tret ich hiermit - Duo Carillon: Armin Sommer, Schlagzeug - Andreas Hoffmann, Orgel

Orgel und Schlagzeug ist keine ganz außergewöhnliche Besetzung mehr, nicht zuletzt dank Interpreten wie Sommer und Hoffmann, für die Komponisten gezielt schreiben. So sind die Werke von Dinescu, Mack und Pröve für das Duo komponiert worden. Eines der bedeutendsten Werke Brandmüllers, die Elegia, war auch von Beginn an für diese Einspielung vorgesehen. Theo Brandmüllers Tod am 26.11.2012 ließ diese Produktion dann unversehens zu einer Gedächtnisgabe an ihn werden. Daher der Abschluss mit Bachs Choral „Vor deinen Thron tret ich hiermit“, den Brandmüller in einem seiner letzten Orgelkonzerte an der Gaida-Orgel in St. Nikolaus in Konz noch gespielt hatte (diese Orgel wurde auch für diese Einspielung eingesetzt).

Edition Zeitklang EZ53051, VÖ: 23.10.2013, 4032824000726

Pietro Mascagni - Sämtliche Werke für Klavier zwei- und vierhändig - Marco Sollini, Salvatore Barbatano, Klavier

Teilweise Ersteinspielung - Als Ersteinspielung erklingt hier die Sinfonie in F, von Mascagni selbst für Klavier vierhändig gesetzt. 2004 hatte Marco Sollini das Manuskript entdeckt. Zum 150. Geburtstag des großen Opernkomponisten präsentiert diese CD daneben 13 Werke für Klavier solo, darunter die Erstfassung des berühmten Intermezzos aus „Cavalleria rusticana“ und drei Weltpremieren: „Mio primo Valzer“, arrangiert von Anton Seidel, ein Fragment aus „un pensiero a San Francisco“ und schließlich „New World processional“.

Concerto CD2080, VÖ: 23.10.2013, 8012665208013

Paganini unveröffentlicht - 6 Sonatinen für Violine und Gitarre - Sonate mit Variationen für Violine, Viola, Cello und Gitarre - 4 Studien für Violine solo - Stefano Delle Donne, Violine - Marco Scicli, Viola - Damiano Puliti, Cello - Adriano Sebastiani, Gitarre

Ersteinspielung - Es ist immer wieder erstaunlich, dass auch in vermeintlich bis auf den letzten Winkel erforschten Musikerbiographien und -werksammlungen doch gelegentlich bisher Unentdecktes auftaucht. So auch im Fall Paganini. Zwischen 1822 und 1824 unterrichtete der Virtuose in Genua einen gewissen Camillo Sivori, der in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts dann in der Tat als Schüler Paganinis bekannt wurde. Für seinen Studenten schrieb dieser einige didaktisch gemeinte Kompositionen, von denen ein Teil 1996 im Sivori-Archiv wieder entdeckt wurde.

Dynamic CDS7671, VÖ: 30.10.2013, 8007144076719

Friedrich Grützmacher (1832-1903) - Vortragsstücke und Etüden: Fantaisie Hongroise op. 7 - Technologie des Violoncellospiels op. 38 - Fünf Stücke für Cello und Klavier op. 4 - Martin Rummel, Cello - Gerda Guttenberg, Klavier

Es scheint geradezu ironisch, dass ausgerechnet im „Virtuosenzeitalter“ des 19. Jahrhunderts die Cellisten, die die Virtuosität unseres Instruments am meisten entwickelt und berühmt gemacht haben, musikalisch ungleich vielseitiger tätig waren als die meisten heute als „Virtuosen“ bezeichneten Musiker. Als Komponist ist Friedrich Grützmacher beinahe völlig vergessen, lediglich seine etwas unglückliche Version des B-Dur-Konzertes von Luigi Boccherini (dem er kurzerhand einen anderen Mittelsatz verpasste und das gesamte Material der Ecksätze großzügig umkomponierte) hält sich bis heute im Konzertbetrieb. Vielleicht zu Unrecht, denn unter den zahlreichen Salonstücken für Violoncello und Klavier sind mit Sicherheit solche, die es verdienen, wieder aufgeführt zu werden, so etwa die hier vorgelegte „Fantaisie hongroise“ oder die Fünf Stücke op. 4. Seine „Technologie des Violoncellospiels“ op. 38 ist die vielleicht gefürchtetste Etüdensammlung für das Violoncello. Veröffentlicht ursprünglich in zwei Bänden (Nr. 1 bis 12 ohne, Nr. 13 bis 24 mit Daumenaufsatz), findet sie immer noch Verwendung für besonders fortgeschrittene Studenten, kommt aber gegen die „Hohe Schule des Violoncellospiels“ von David Popper sowohl in Popularität als auch in pädagogischem Wert nicht wirklich an. Anders als Popper beschränkt sich Grützmacher pro Etüde nicht auf ein instrumentaltechnisches Problem, sondern geht vielmehr scheinbar als Komponist an die Sache heran, was unweigerlich zur Aneinanderreihung von mehreren instrumentaltechnischen Schwierigkeiten innerhalb einer Etüde führt. In einer Anthologie der wesentlichsten Etüden für das Violoncello, wie Rummel sie auf Musicaphon vorgelegt hat, darf Grützmachers „Technologie des Violoncellospiels“ jedoch keinesfalls fehlen.

Musicaphon M56948, VÖ: 6.11.2013, 4012476569482

Johann Sebastian Bach - Sämtliche Kantaten vol. 55: Lobe den Herrn, meine Seele, BWV 69 - Freue dich, erlöste Schar, BWV 30 - Gloria in excelsis Deo, BWV 191 - Blazikova, Blaze, Türk, Kooij - Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki

„Freue dich, erlöste Schar“ ist das Motto der letzten Folge dieses Großprojekts. Ein durchaus zwiespältiges Motto, denn sosehr man sich über das glückliche Ende dieses Großprojekts nach immerhin 18 Jahren freuen mag, so wenig möchten die Fans dieser Aufnahmen andererseits davon erlöst werden, sondern werden das Ende mit gewisser Wehmut betrachten. Dass da jetzt Jahre ohne drei bis vier neue Kantaten-Folgen auf uns zukommen werden, erscheint manchem vielleicht kaum vorstellbar. Suzuki ist bei den Aufnahmen ja chronologisch vorgegangen, so dass vol. 55 die letzten überlieferten Kantaten Bachs enthält. Doch wie so oft, greift er (Bach, nicht Suzuki) auch hier auf frühere Vorlagen zurück. BWV 69 hat seinen Ursprung in einer Kantate zum jährlichen Ratswechsel, uraufgeführt 1748. Mit ihrem reichen Orchestersatz passte sie exzellent zu den politischen repräsentativen Feierlichkeiten. Dass einige zentrale Sätze bereits 25 Jahre früher zu einem ähnlichen Anlass erklungen waren, ist den Ratsherren sicherlich entgangen... Auch BWV 30 bezieht sich auf eine früheres, diesmal weltliches Werk, was einige in einer Kirchenkantate unübliche Elemente erklärt. Den Abschluss der SACD und der ganzen Reihe macht das „Gloria“ BWV 191, keine Kantate im „klassischen Sinn“. Es ist eine Überarbeitung des Gloria aus der h-Moll-Messe, möglicherweise für eine spezielle Zeremonie 1745 an der Leipziger Universitätskirche zur Feier des Friedens zwischen Preußen und Sachsen gedacht. Traditionell wird BWV 191 aber unter den Kirchenkantaten geführt. Und was könnte man sich passenderes und schöneres für den Abschluss dieser wunderbaren, von Kritik und Publikum gefeierten Serie vorstellen als ein „Gloria“? Glückwunsch also an Masaaki Suzuki, seinen Chor und Ensemble und die Solisten, von denen viele über Jahre dem Projekt die Treue gehalten haben – Peter Kooij sogar von der ersten bis zur letzten Folge.

Abschluss des Kantatenprojekts - BIS BIS-SACD-2031, VÖ: 6.11.2013, 7318599920313

Jean Sibelius - Symphonien Nrn. 2 und 5 - Tapiola - Karelia Suite - Der Schwan von Tuonela - Lemminkäinens Heimkehr - Violinkonzert - Tossy Spivakovsky, Violine - London Symphony Orchestra - Sinfonia of London - Tauno Hannikainen, Anthony Collins, Sixten Ehrling

Zwischen 1952 und 1959 entstanden diese Aufnahmen mit dem finnischen Dirigenten Tauno Hannikainen (neben einigen mit Collins und Ehrling). Der Dirigent entstammte einer äußerst musikalischen Familie: Sein Vater war der Komponist Pekka Juhani Hannikainen, und seine Brüder Ilmari, Arvo und Väinö waren alle als international gefragte Musiker tätig. Cello hatte er zunächst u.a. bei Pablo Casals gelernt und auch im Philharmonischen Orchester Helsinki gespielt. 1921 begann er zu dirigieren und übernahm zeitweise die Leitung der Turku Philharmonie. Während des 2. Weltkriegs gab er in den USA mehr als 300 Konzerte. Zurück in Finnland wurde er Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Helsinki; er dirigierte das Orchester bei Sibelius‘ Begräbnis.

Magdalen METCD8024,(2 CD), VÖ: 13.11.2013, 5028165802425

Lieder von Lili und Nadia Boulanger - Lili Boulanger: Clairières dans le ciel - Nadia Boulanger: Einzelne Lieder - Anna Fabrello, Sopran - Rafal Lewandowski, Klavier

Es ist sicherlich keine Übertreibung, Nadia Boulanger als eine der bedeutendsten Kompositionslehrerinnen und -lehrer des 20. Jahrhunderts zu bezeichnen. Über einen Zeitraum von 70 Jahren hat sie eine bedeutende Zahl von Schülern aus allen Teilen der Welt ausgebildet. Daneben war sie auch noch Organistin, Dirigentin und Komponistin. Und vor allem war sie eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Auch die jüngere der Boulanger-Schwestern, Lili, zeigte überragende musikalische Fähigkeiten. Als erste Frau gewann sie 1913 den renommierten Prix de Rome mit ihrer Kantate „Faust et Hélène“. Stets war sie besonders von Vokalmusik fasziniert und schrieb Lieder, Kantaten und Opern.

Acte Préalable AP0286, VÖ: 13.11.2013, 5901741652860


Aleksander Tansman (1897-1986) - Lieder: Huit mélodies japonaises - CInq mélodies pour chant et piano - Six songs for voice and piano - Quatre Sonnets de Shakespeare - Malgorzata Woltmann-Zebrowska, Mezzosopran - Barbara Dmochowska, Klavier

Ersteinspielung - Schon aus frühester Kindheit hatte Tansman Erfahrungen mit dem Gesang, denn seine Eltern nutzten jede sich bietende Gelegenheit, ihren Sohn mit der Oper vertraut zu machen. Und so spielt das Lied denn auch eine große Rolle im Schaffen Tansmans. Gern suchte er sich Texte verschiedenster Art aus, die auch verschiedenste Formen der Vertonung erforderten. Dabei versucht er immer die Balance zwischen Avantgarde und Neoklassizismus zu halten.

Acte Préalable AP0276, VÖ: 20.11.2013, 5901741652761

Maria Szymanowska (1789-1831) - Klavierwerke (Six Menuets, Danse Polonaise, Le Murmure, Dix-huit Dances, Fantaisie, Vingt Exercises, Six Marches u.v.a) - Slawomir P. Dobranski, Thomas Alberici, Barry Chi Zhang, Virginia Houser, Klavier - Blanka Bednarz, Violine - Cheung Chau, Cello

Ersteinspielung - Beim Hören von und Reden über Maria Szymanowkas Klaviermusik fallen zwangsläufig Vokabeln wie inspiriert, lyrisch, humorvoll, sentimental, tänzerisch, brillant virtuos. Kurz: die Komponistin liefert geradezu einen Katalog der musikalischen Eigenschaften der Frühromantik. Dabei war sie Autodidaktin; ihr Erfolg als Komponistin war so auch ein ganz persönlicher Triumph wie auch die Aufnahme in den illustren Zirkel der berühmtesten Komponisten ihrer Zeit. „Eine Frau voller Gefühle, die noch viel mehr zu sagen hätte, wenn sie nur wüßte, wie“, sagte Robert Schumann über Maria Szymanowska.

Acte Préalable AP0281, (3 CD), VÖ: 20.11.2013, 5901741652815

Orgelschätze im Alten Land - Die Arp-Schnitger-Orgel (1690) in St. Mauritius zu Hollern - Werke von Lübeck, Böhm, Noordt, Blow, Roque da Conceicao, Ritter, Coberg, J. B. Bach - Martin Böcker, Orgel

„Musieck aus mancherley landen, da Meister Arpen orgell-instrumenta gelieffert“ Die Idee entstand bei den Überlegungen zur festlichen Wiedereinweihung der restaurierten Schnitger-Orgel in St. Mauritius Hollern – die Idee, im Rahmen des Einweihungskonzertes Musik aus Gegenden Europas erklingen zu lassen, in die Arp Schnitger Orgeln geliefert hat, Musik von Zeitgenossen des Orgelbauers. Und so lag es nahe, diese erste CD-Einspielung nach der Restaurierung am Programm des Festkonzertes zu orientieren.

Ambitus AMB96962, VÖ: 27.11.2013, 4011392969628

Musik der Einsamkeit - Ein Melopoem über Bachs „Kunst der Fuge“ - Robert Schneider, Texte und Sprecher - NeoBarock

„Was wollen Sie beweisen mit Ihren Canons? Dass es die Schwerkraft nicht gibt?“ Altnikol zu seinem Schwiegervater Bach

„Ein hochintelligenter Text und eine Spielweise, von der man nicht genug bekommen kann …eine künstlerische Meisterleistung, die ganz sicher Teil der göttlichen Ordnung ist.“ – urteilte die Presse über die „Musik der Einsamkeit“ und damit über eine vollkommen neue Kunstform: Bachs Kunst der Fuge als Melopoem, erdacht und entwickelt von NeoBarock, einem der innovativsten Ensembles der Alten Musik, zusammen mit dem Schriftsteller Robert Schneider (international bekannt durch „Schlafes Bruder“).

Hinter der Wortneuschöpfung „Melopoem“ verbirgt sich ein fesselndes Gesamtkunstwerk aus Prosa, Lyrik und Dialogen, die ähnlich einem Libretto in die Musik eingearbeitet sind und sich gegenseitig wie ein durchkomponiertes und kontrapunktisches Satzgefüge durchdringen.

Die hochwertig gestaltete Edition in Buchform enthält neben zwei CDs den vollständigen Text des Melopoems und Einführungstexte in Deutsch und Englisch sowie zahlreiche Farbfotos.

Ambitus AMB96966, (2 CD), VÖ: 27.11.2013, 4011392969666

Hugo Distler / Ernst Pepping - Advents- und Weihnachtsmotetten zu drei Stimmen - Ensemble Singklang

Mit Ernst Pepping und Hugo Distler treffen in dieser Produktion zwei der bedeutendsten deutschen Kirchenmusiker des 20. Jahrhunderts aufeinander. Zwei sehr unterschiedliche, aber beide auf ihre Weise je sehr deutsche Biographien. Pepping wirkte ab 1934 als Lehrer an der Kirchenmusikschule in Berlin Spandau. Er kooperierte nie mit den Nazis, leistete aber auch keine Widerstand, sondern führte ein gänzlich unpolitisches Künstlerleben. Hugo Distler Kirchenmusiker in Lübeck, später in Stuttgart und schließlich in Berlin dagegen war, um sich künstlerische Freiräume zu verschaffen, sogar Mitglied der NSDAP geworden, geriet aber zunehmend in Konflikt mit den Nazis, die seine Arbeit zu sabotieren begannen. Was ihre kompositorischen Ansätze betrifft, lässt sich verkürzt sagen: Wie Pepping orientierte sich Distler an der Kirchentonalität, verwendete aber auch Pentatonik. Hatte Pepping sich auf die Polyphonie der Niederländer bezogen, so waren Distlers Vorbilder die polyphonen Modelle des Barock, insbesondere von Heinrich Schütz.

Cantate C58050, VÖ: 4.12.2013, 4012476580500

Henry Purcell - King Arthur, or The British Worthy - Roobol, Sekhuis, van Veldhoven, Lee Ragin, Vandeven - BarokOpera Amsterdam, Frédérique Chauvet

In seiner dramatischen, fünfaktigen Oper schildert Purcell die Abenteuer, Kriege, stillen Momente und Triumphe des mythischen Königs Arthur. John Drydens Libretto bezieht sich dabei nicht auf klassischen Erzählungen von Tafelrunde, heiligem Gral und dem Schwert Excalibur. Sein Arthur ist vielmehr der ideale König der Briten. Indirekt soll so der britische König William III gefeiert werden nach der „Glorious Revolution“ von 1688. Musikalisch drückt sich das in großzügigem Einsatz von Trompeten und Pauken aus, den musikalischen Insignien königlicher Macht. Das Ganze garniert mit allen spektakulären bühnentechnischen Raffinessen, die das Queen‘s Theatre in London seinerzeit zu bieten hatte. Und deren waren nicht wenige heute noch staunenswerte.

Ligia digital LDI020226413, (2 CD), VÖ: 4.12.2013, 3487549902649

The Image of Melancholy - Werke von Anthony Holborne, John Dowland, Dietrich Buxtehude, Heinrich Ignaz Franz Biber, Jon Balke, William Byrd, Bjarte Eike - Barokksolistene, Bjarte Eike

Es ist ein sehr persönliches „Image of Melancholy“, das Bjarte Eike da für seine Barokksolistene zusammen gestellt hat. Melancholie ist für ihn, wie er sagt, nicht nur ein Synonym für Trauer und Verzweiflung, sondern beinhaltet auch Nachdenken, Meditation und Befreiung. Schon seit antiker Zeit sind Musik und Melancholie enge Geschwister, seit Menschen erkannten, wie sehr Musik unsere Gemütslage beeinflussen kann. Bei John Dowland ging dies sogar soweit, dass dessen Motto lautete: „Semper Dowland, semper dolens“ (immer Dowland, immer leidend). Dowland und sein Zeitgenosse Holborne stellen denn auch das Rückgrat dieses Programms, aber das Spektrum reicht auch bis zu von Bjarte Eike arrangierter Volksmusik aus seiner norwegischen Heimat. Eike und sein Ensemble haben hier eine atmosphärisch äußerst dichte und hoch suggestive Produktion vorgelegt, passend zu seinem Victor Hugo entlehnten Motto: Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein.

BIS BIS-SACD-2057, VÖ: 11.12.2013, 7318599920573

two moments in a city - Werke für Violine und Cello von A. u. R. M. Rossel, Tim Allhoff, Claude Debussy, Gabriel Faure, Ulrich Schultheiss, Elbio Mango, George Gershwin, Paul Musyl - Angela Rossel, Violine - Ruth Maria Rossel, Cello

Assoziative Musik – Leben in der (großen) Stadt. „You never know... what‘s round the corner“, „Blue Hour“, „Eleven past midnight“... Die Schwestern Rossel bauen ein aufregendes, anregendes, manchmal auch melancholisches oder meditatives Stadtbild, teils mittels Arrangements bekannter Werke wie „I got rhythm“ oder „Summertime“ von George Gershwin. Angela und Ruth Maria Rossel studierten am Mozarteum in Salzburg, an den Musikhochschulen in Stuttgart, Köln und St. Petersburg. Sie schlossen ihr Studium am Mozarteum in Salzburg mit dem Magistra Artium ab.

Angela Rossel und Ruth Maria Rossel sind Preisträger verschiedener Wettbewerbe und waren u.a. Stipendiaten des ÖAAD. Neben ihrer europaweiten Konzerttätigkeit machen sie auch immer wieder Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen u.a. für ARD, ORF und Sat 1.

Seit 2010 treten sie auch erfolgreich als Komponistinnen an die Öffentlichkeit, so wird ihre Musik inzwischen u.a. auch in Hollywood gespielt. Die Produktion „two moments in a city“ wird ab 30.12.2013 von Klassik Radio promoted.

Musicaphon M55722, VÖ: 23.12.2013, 4012476557229