| Hauptseite | Kontakt | Impressum | Presse-
Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor
Hier stellen wir einige Neuerscheinungen unserer Partnerfirmen vor
Bergwelten. Seelenflug -
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roman Brogli-
Mit Strauss’ „Alpensinfonie“ und Skrjabins „Poème de l’Extase“ präsentiert diese CD zwei als Sinfonien begonnene Tongemälde, die gleichzeitig zu den größtbesetzten Orchesterwerken ihrer Zeit zählen. Während bei Skrjabin die komplexe Weltanschauung des Komponisten in sein „Poème“ einfließt, ging es Strauss in seiner letzten Tondichtung nicht um Verrätseln; er wollte nach eigenen Angaben einfach komponieren „wie die Kuh die Milch gibt“. Es treffen also zwei Werke aufeinander, die sich in verinnerlichter und äußerlich illustrierender Herangehensweise stark unterscheiden, die aber dennoch vieles verbindet – sei es ihre Entstehungszeit, sei es ihr besonderes Verhältnis zum Visuellen. Bei der Aufführung der „Alpensinfonie“ wurde dieses visuelle Element denn auch besonders gewürdigt. Noch zu Lebzeiten des Komponisten entstanden Pläne, „Eine Alpensinfonie“ in Bilder umzusetzen, nämlich als musikbegleiteten Landschaftsfilm aus dem Hause Tobis. Im Juni 1941 wurde dafür der dirigierende Richard Strauss gefilmt: Er sollte von „Nacht“ bis „Sonnenaufgang“ zu sehen sein. Auf eine Umsetzung, die der Detailtreue der Musik gerecht wird, musste das Werk freilich noch einige Jahrzehnte warten.
Eine solche bildliche Umsetzung – ganz bewusst keine allgemein verbindliche, sondern eine individuelle Interpretation – leistet das Projekt „Eine Alpensinfonie in Bildern“, das Fotograf Tobias Melle mit dem Philharmonischen Orchester Lübeck erstmals in der Hansestadt realisierte. Für seine Landschaftsimpressionen wurden der Konzertsaal mit mehreren Bildprojektoren ausgestattet und die Pultleuchten der Musiker an einen Dimmer angeschlossen. So konnte die Bergwanderung, von einem Konzertbeginn in kompletter Dunkelheit ausgehend, musikalisch wie auch visuell nachvollzogen werden, entlang den von Strauss in der Partitur vorgegebenen Stationen bis zum erneuten Versinken in schwarzer Nacht.
Musicaphon M56937 (Hybrid-
Das Harmonicorde von Lefébure-
Folge zwei der hochinteressanten Serie bei Gallo, die das Harmonium in all seinen
Ausprägungen zum Thema hat (vol. 1 wurde bereits mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“
ausgezeichnet), beschäftigt sich mit einem Kuriosum: dem Harmonicorde, einer Kombination
von Harmonium und Klavier. Ziel war, den schnell verklingenden Ton der angeschlagenen
Saite mit dem dauerhaften, stetigen Ton der Pfeife zu verbinden. Die Idee an sich
ist nicht neu; schon im Frühbarock gab es Claviorgana, Kombinationen von Cembalo
und Orgelpositiv. Im 19. Jahrhundert trat an die Stelle des Cembalos das moderne
Klavier und die Orgel wurde durch das Harmonium ersetzt. Erfunden wurde das Harmonicorde
vom französischen Instrumentenbauer Debain, der auch das Harmonium selbst erstmals
herstellte. Er hatte damit durchaus Erfolg; für einen instrumentalen Exoten behauptete
sich das Harmonicorde als Modeinstrument in Frankreich erstaunlich gut. Louis Lefébure-
VDE Gallo GAL-
Friedrich II. von Preußen -
David Schulenberg, Fortepiano
Dies ist die erste Aufnahme von sieben der über 120 Sonaten aus der Feder Friedrich II, die zwischen 1733 und 1756 entstanden sind, und es ist die erste Aufnahme im Musikzimmer von Schloss Sanssouci, also genau dem Raum, in dem der selbst Flöte spielende König ab 1747 seine privaten Abendkonzerte veranstaltete. Die CD schafft durch treue Kopien der Originalinstrumente und genaue Beachtung der Aufführungspraxis Friedrichs und seiner Kammermusiker die Stimmung der berühmten Schlosskonzerte neu, und dies in der intimen Umgebung, in der diese Werke das erste Mal erklangen. Authentischer geht es nicht. Friedrich stattete seine Musikzimmer mit den neuesten Hammerflügeln von Gottfried Silbermann aus, und so kommt bei dieser Aufnahme denn auch kein Cembalo zum Einsatz, sondern eine Kopie von J. C. Neupert des Fortepianos im Schloss Sanssouci.
Hungaroton HCD32698, VÖ: 23.11.2011, 5991813269829 -
Geringas spielt Bach und... -
Anatolijus Senderovas: Interludium -
Peteris Vasks: Fragment aus „Gramata cellam“ -
Ein ungewöhnlich breites Repertoire vom frühesten Barock bis zur zeitgenössischen
Musik zeugt von der Flexibilität und Neugierde des in Vilnius/Litauen geborenen Cellisten
und Dirigenten David Geringas. Der Rostropovich-
David Geringas widmete sich zeit seines Lebens der Erarbeitung, Aufführung und Entdeckung
Neuer Musik, und so entstand die Idee, Bachs Cello-
Klanglich ist die CD eine Rarität, da sie über mehrere Jahre entstanden ist und auf
drei verschiedenen Celli eingespielt wurde. Die Suiten Nr. 2, 3 und 4 spielt David
Geringas auf dem Giuseppe Guarneri del Gesù Cello „Messeas“ von 1731, das David Geringas
im Jahr 2000 zur Verfügung gestellt wurde. Die Suiten Nr. 1 und 5 und alle zeitgenössischen
Werke erklingen auf dem Cello von Giovanni Battista Guadagnini, gebaut 1761 in Parma.
Die 6. Suite in D-
Es-
Johann Sebastian Bach (1685-
Blazikova, Blaze, Türk, Kooij, Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki
Bachs (erhaltene) Kantaten entstanden nicht sukzessive im Lauf eines langen Arbeitslebens, sondern im Wesentlichen in seinen ersten sechs Amtsjahren in Leipzig, also von 1723 bis 1729. Drei Kantaten dieser Einspielung gehören in den Jahrgang 1728/29; zu dieser Zeit arbeitete Bach regelmäßig mit dem Leipziger Dichter Christian Friedrich Henrici, genannt Picander, als Textdichter zusammen. Zu den Besonderheiten dieser Kantaten gehört eine verhältnismäßig knappe Form und der Einsatz von Parodien: Ältere Musik wurde von Bach umgearbeitet und an die neuen Texte Picanders angepasst. Nur Dank dieser Technik (die im Barock allgemein üblich und verbreitet war) wissen wir überhaupt von einer Reihe von Instrumentalwerken Bachs, deren Original nicht erhalten ist.
Bis BIS-
Giacomo Antonio Perti (1661-
Perti: Plaudite mortales -
Collegium Musicum
Almae Matris -
Als der „gelehrteste aller Kapellmeister an der berühmten Kirche S. Petronio“, als „Fürst und Prinz aller Orchester“ wurde Perti von seinen Zeitgenossen gefeiert. Dieser berühmteste aller Bologneser Komponisten wurde von seinem Onkel Lorenzo Perti und von Petronio Franceschini ausgebildet, studierte später bei Carissimis Schüler Giuseppe Corsi. Er legte einen fulminanten Start seiner Karriere hin mit seinen Dramen und Kantaten, der schnell zur Ernennung als Kapellmeister an San Pietro und San Petronio in Bologna führte. Dieses Amt versah er beinahe 60 Jahre, wurde von Prinzen, Kaisern und Päpsten verehrt und hinterließ hunderte von Partituren. Die hier veröffentlichte prachtvolle Messe zu 12 Stimmen ist ein besonders schönes und repräsentatives Beispiel für Pertis technische Meisterschaft, sein konzeptionelles, ja mit Blick auf die große Besetzung geradezu strategisches Denken und seine ausgefeilte Kontrapunktik.
Dynamic CDS707, VÖ: 14.12.2011, 8007144607074 -
Französische Lieder 1795-
Etsuko Shoji, Harfe
Eine wunderbare, verzaubernde Reise durch den französischen Klassizismus Anfang des 19. Jahrhunderts. Ungeachtet der Texte fließt die Musik in einfachen, natürlichen Melodien, hervorragend interpretiert durch den schlanken Sopran Sylvie Nicephors. Begleitet wird sie auf einem Instrument der Zeit: Einer Harfe von Erard.
Calliope CAL1101, VÖ: 14.12.2011, 3760039836007
Horntrios -
Marie-
DIE zwei Werke für die ungewöhnliche Kombination von Horn, Violine und Klavier bringen zwei Komponisten zusammen, die gegensätzlicher kaum gedacht werden können. Da ist zum einen Johannes Brahms, der große Traditionalist Ausgangs des 19. Jahrhunderts, zum anderen György Ligeti, 90 Jahre nach Brahms geboren und einer der innovativsten und progressivsten Komponisten seiner Zeit. Wie ausgerechnet Brahms darauf kam, für diese bis zu seinem Trio „unerhörte“ Instrumentenkombination zu schreiben, ist nicht bekannt. Er hat selbst in seiner Jugend Horn gespielt, und dies war auch das Hauptinstrument seines Vaters. Inhaltlich wurde das Werk stark beeinflußt durch den Tod der Mutter 1864; der elegische dritte Satz, das „Adagio mesto“, ist einer von Brahms‘ anrührendsten und persönlichsten langsamen Sätzen. Ligeti komponierte sein Trio anlässlich der Feierlichkeiten zu Brahms‘ hundertfünfzigstem Geburtstag. Auch wenn er ihm den Untertitel „Hommage à Brahms“ gab – an Brahms erinnert allenfalls ein konservatives Lächeln, wie Ligeti selbst sagt, aber „aus ironischer Distanz“.
Bis BIS-
Jean Sibelius (1865-
Minnesota Orchestra, Osmo Vänskä
Aufführungen und Einspielungen von Werken seines großen Landsmannes Jean Sibelius
waren es, die dem finnischen Dirigenten Osmo Vänskä zu Beginn seiner Karriere schnell
internationale Aufmerksamkeit bescherten. Anfang der 1990er Jahre nahm er mit dem
Lahti Symphonieorchester, dessen Chefdirigent er damals war, diverse Tondichtungen
und die sieben Symphonien auf. Die Einspielungen wurden umgehend zu Referenzen für
einen neuen interpretatorischen Zugang zum Werk des Finnen. Aus dem zeitlichen Abstand
heraus und in seiner neuen Partnerschaft mit dem Minnesota Orchestra, mit dem er
bereits einen vielbeachteten Beethoven-
Bis BIS-